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Eurogoals: FAZ.NET mit DAZN : Özil als Kurzarbeiter – Rätsel um Neymar

Kurzarbeiter in London: Mesut Özil ist bei Arsenal nicht mehr so sehr gefragt wie noch vor einiger Zeit. Bild: Reuters

Schweigen nach Arsenals Aus. Real siegt mit Sorgen. Ronaldo rettet Juves Sieg. Eklat in Marseille. Doppel-Rot für Naldo. Torfestival in Rotterdam. Sehen Sie Europas Fußball-Wochenende im Video.

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          Die Laune von Unai Emery war nicht die beste. Ganz und gar nicht. Das lag zum einen selbstredend am 1:3 seines FC Arsenal im eigenen Stadion gegen Manchester United, durch das das Aus im FA-Cup in der vierten Runde besiegelt wurde. Das lag aber auch an den permanenten Nachfragen, denen sich der spanische Trainer stellen musste. Hat Mesut Özil noch eine Zukunft bei Arsenal? Und so sagte Emery nur kurz und knapp. „Er hat gespielt.“ Doch das war nicht die Frage. Und schließlich kam der frühere deutsche Nationalspieler erst in der 64. Minute auf das Spielfeld.

          Warum wurde Özil erst spät eingewechselt? „Weil ich denke, dass ich auch andere Spieler einsetzen kann.“ Sagte Emery etwas bockig. Er ist ersichtlich, dass der neue Coach kein Fan von Özil ist. Zum Beginn der Saison sah es noch nach einer vielversprechenden Liaison aus. Nach dem WM-Trubel war der Mittelfeldspieler in erstaunlicher Frühform und brillierte. Emery gab ihm sogar die Kapitänsbinde. Doch das Glück war nicht dauerhaft. Özil kämpfte mit Verletzungen, dann passte er seinem Trainer mit seiner Spielweise nicht ins Konzept. Die Leistungen in der wenigen Spielzeit waren auch mau.

          Und nun? Erst vor einem Jahr wurde Özils Vertrag bis in den Sommer 2021 verlängert. Maßgebend waren dafür Trainer Arsène Wenger, Vorstandschef Ivan Gazidis und Chefscout Sven Mislintat. Sie alle sind nicht mehr im Klub. Özil ist es noch. Und er ist der beste Verdiener bei Arsenal. Dieser Fakt passt längst nicht mehr zu seinem sportlichen Status. Berater Erkut Sögüt beteuert dennoch, dass Özil in London bleibt. Oder etwa doch nicht? Es ist eine Frage, zu der Emery nichts sagen möchte. Eine Antwort wird es so oder so geben – am Donnerstag schließt das Winter-Transferfenster.

          Auf dem Weg zum nächsten Meistertitel in der spanischen Primera División fuhr der FC Barcelona einen Pflichtsieg ein ohne auch nur den Hauch von Glanz zu verbreiten. Beim 2:0 beim FC Girona waren Nelson Semedo und Lionel Messi erfolgreich. Kevin-Prince Boateng saß 90 Minuten draußen.

          Nach einem Durchhänger hat sich Real Madrid wieder gefangen und gewann mit 4:2 bei Espanyol Barcelona. Karim Benzema glänzte als doppelter Torschütze. Doch für die „Königlichen“ gab es auch schlechte Nachrichten. Sergio Ramos musste verletzte raus, und Raphael Varane sah die Rote Karte.

          Zwischen Barcelona und Real steht noch auf Platz zwei Atletico Madrid. Das Team von Trainer Diego Simeone setzte sich genauso souverän wie der Spitzenreiter durch. Beim Heimspiel trafen mal wieder Antoine Griezmann und Saul Niguez. Doch es bleibt bei fünf Punkten Rückstand auf Barcelona.

          In der italienischen Serie A schien wieder einen Funken Spannung ins Titelrennen zu kommen. Denn Juventus Turin lag bei Lazio Rom mit 0:1 hinten nach einem Eigentor von Emre Can. Doch die „Alte Dame“ schlug zurück: Joao Cancelo glich aus, Cristiano Ronaldo traf mit einem Elfmeter zum 2:1.

          Verfolger SSC Neapel kam im Topspiel beim AC Mailand nicht über ein torloses Unentschieden hinaus und liegt nun schon elf Punkte hinter Juve. Beide Mannschaften hatten viele Chancen, trafen aber das Tor nicht. Am Dienstag können sie es nochmal probieren – im Viertelfinale der Coppa Italia.

          Inter Mailand konnte den Punktverlust von Neapel und Stadtrivale Milan nicht nutzen. Beim FC Turin verloren die Nerazzurri mit 0:1. Armando Izzo traf schon in der ersten Halbzeit. Inter-Spieler Matteo Politano noch die Rote Karte. Bis zu Juventus sind es bereits üppige 19 Punkte Rückstand.

          In der französischen Ligue 1 fährt Paris St. Germain nach dem 4:1-Sieg über Stade Rennes weiter ein einsames Rennen. Der Vorsprung an der Tabellenspitze beträgt 13 Punkte. Mehr Aufmerksamkeit als das aktuelle Spiel zieht aber die Frage, wann der verletzte Neymar wieder spielen kann, auf sich.

          Olympique Marseille hinkt sportlich hinterher und produzierte nun auch noch einen Eklat beim 1:2 gegen den Tabellenzweiten OSC Lille. Die Explosion eines Böllers auf dem Spielfeld sorgt für eine Unterbrechung von 38 Minuten. Das einzige Tor für OM erzielte Neuzugang Mario Balotelli.

          Die AS Monaco wollte mit dem Einkauf von neuen Spielern aus dem Tabellenkeller klettern. Doch das geht derzeit so richtig schief. Bei Dijon FCO gab es ein 0:2. Der früherer Schalker Abwehrspieler flog in seiner dritten Partie für Monaco nun schon zum zweiten Mal mit einer Roten Karte vom Platz.

          Das Spiel des FC Nantes gegen AS St. Etienne findet erst am Mittwoch statt. Nach dem Verschwinden des Flugzeugs von Emiliano Sala wird der Fußball zur Nebensache. Der Argentinier war von Nantes nach Cardiff gewechselt. Er kam aber nie an, die Suche wird nach Spenden privat weitergeführt.

          In der niederländischen Eredivisie liegt die PSV Eindhoven mit fünf Punkten Vorsprung an der Spitze, weil Verfolger Ajax Amsterdam böse unter die Räder kam. Bei Feyenoord Rotterdam, als Dritter aber schon 13 Punkte von Eindhoven entfernt, verlor der Klub aus der Hauptstadt krachend mit 2:6.

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