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Früherer Nationalspieler : Özil will seinen Vertrag bei Arsenal aussitzen

  • Aktualisiert am

„Ich entscheide, wann ich gehe, nicht andere Leute“: Mesut Özil Bild: Picture-Alliance

Mesut Özil spielt keine Rolle mehr bei Arsenal. Dennoch beharrt er darauf, unbedingt bis Ende seines Vertrags zu bleiben. Zudem erklärt der frühere Nationalspieler, warum er in der Corona-Krise einen Gehaltsverzicht ablehnte.

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          Der frühere deutsche Fußball-Weltmeister Mesut Özil hat Gerüchte über einen vorzeitigen Abschied vom FC Arsenal wieder dementiert. „Meine Position ist klar, ich bleibe hier bis zum letzten Tag unserer Vereinbarung“, sagte Özil dem Online-Magazin „The Athletic“. „Wenn ein Verein will, dass ein Spieler geht und der Spieler das ablehnt, muss der Verein das akzeptieren, außer man findet zusammen eine Lösung. Ich will nicht gehen, damit hat sich das.“ Zuvor hatte schon Özils Berater einen Wechsel ausgeschlossen.

          Özil spielt unter Arsenal-Coach Mikel Arteta keine Rolle mehr. Schon länger ist bekannt, dass die Londoner Özil loswerden wollen. Doch für den 31-Jährigen ist das keine Option. „Ich entscheide, wann ich gehe, nicht andere Leute“, betonte er. In der abgelaufenen Premier-League-Saison war Özil nur in 18 von 38 Spielen zum Einsatz gekommen. Nach der Ligaunterbrechung wegen der Corona-Pandemie machte der Mittelfeldspieler keine einzige Partie mehr. Auch beim Endspiel des FA Cups, das Arsenal gegen Chelsea gewann, stand der frühere Nationalspieler nicht im Kader. Der Vertrag von Özil mit Arsenal gilt noch bis Mitte 2021.

          Spekulationen über mangelnde Fitness wies Özil jedoch zurück. „Ich war vor der Pause fit genug für jedes Spiel. Und abgesehen von einer kleinen Verletzung, war ich es auch danach“, sagte er und gab sich kämpferisch. „An Situationen wie diesen werde ich niemals zerbrechen, die machen mich nur noch stärker. Ich habe früher gezeigt, dass ich in die Mannschaft zurückkommen kann, und ich werde es wieder zeigen.“

          Özil verteidigte zudem seine Entscheidung, während der Corona-Krise einen Gehaltsverzicht abzulehnen. „Wir hatten nicht genug Details, wir sollten einfach zustimmen“, sagte er. Das sei besonders für junge Spieler nicht fair gewesen, daher habe er abgelehnt. „Ich war am Ende nicht der einzige Spieler, aber nur mein Name kam raus. Das liegt wohl daran, dass die Leute seit zwei Jahren versuchen, mich zu zerstören und mich unglücklich machen. Sie wollen die Fans gegen mich aufbringen und ein Bild kreieren, das nicht der Wahrheit entspricht“, sagte Özil. „Wer mich kennt, weiß genau, wie großzügig ich bin.“

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