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Eurogoals: FAZ.NET mit DAZN : Ärger bei Özil – Debakel für Real Madrid

Mesut Özil (links) und Arsenal hatten nicht ihren besten Tag. Bild: Reuters

Arsenals Serie endet. Klopp und Liverpool Erster. Kurioses Tor von Pogba. Barcelona fertigt Erzrivalen ab. Ronaldo überragend. Mbappe nicht zu halten. Sehen Sie Europas Fußball-Wochenende im Video.

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          Im Schatten der Topteams der englischen Premier League legte der FC Arsenal in den vergangenen zwei Monaten eine beeindruckende Erfolgsserie hin. Elf Siege in allen Wettbewerben glückten selbst Meister Manchester City oder dem FC Liverpool nicht. Schnell hatte das Team die Vorgaben von Unai Emery, der Dauertrainer Arsene Wenger im Sommer abgelöst hatte, umgesetzt. Dazu trug auch Mesut Özil maßgeblich bei. Im Duell mit Leicester am vergangenen Montag lief der frühere deutsche Nationalspieler sogar erstmals als Kapitän der „Gunners“ auf und glänzte

          Tobias Rabe

          Verantwortlicher Redakteur für Sport Online.

          Doch eine Woche vor dem Topspiel gegen Liverpool riss die Serie. Bei Crystal Palace reichte es nur zu einem 2:2. Der Gegner hatte zuvor in dieser Saison im eigenen Stadion noch gar nicht getroffen, war nun aber zweimal per Elfmeter erfolgreich. Den ersten verursachte Shkodran Mustafi, den zweiten Granit Xhaka. Der Schweizer mit einem herrlichen Freistoß und der frühere Dortmunder Pierre-Emerick Aubameyang trafen immerhin auf der anderen Seite, sodass es nicht gar eine Niederlage gab. Und Özil? Für ihn lief es in seinem 150. Premier-League-Spiel ganz und gar nicht rund.

          Anders als bei der Gala gegen Leicester war er kaum zu sehen und konnte dem Arsenal-Spiel kaum spielerische Impulse verleihen. Bei seiner Auswechslung in der 68. Minute ging er sichtlich frustriert vom Platz, feuerte seine Handschuhe auf den Boden und ignorierte gar die ausgestreckte Hand von Trainer Emery. Zu Beginn der Saison hatte Arsenal gegen Manchester City und Chelsea verloren. Dann folgten die Siege über die nicht so prominenten Mannschaften. Nun gilt es gegen Liverpool zu zeigen, ob Özil und Co. das Zeug haben, auch gegen ein Schwergewicht zu bestehen.



          Besser lief es für Jürgen Klopp und Liverpool. Beim 4:1-Sieg über Cardiff City hatten die „Reds“ wenig Mühe. Mohamed Salah, zweimal Sadio Mané und Xherdan Shaqiri trafen für den Tabellenführer, der von Manchester City mit einem Sieg über Tottenham an diesem Montag (21.00 Uhr bei DAZN) wieder abgelöst werden kann.


          Der FC Chelsea mischt nach einer schwächeren Saison wieder ganz oben mit und liegt zwei Punkte hinter Liverpool. Beim 4:0 beim FC Burnley ließen die „Blues“ nichts anbrennen. Alvaro Morata brachte Chelsea in Führung, später legten Ross Barkley, Willian und Ruben Loftus-Cheek nach.  


          Das leidgeprüfte Publikum von Manchester United sah mal wieder einen Heimsieg beim 2:1 über den FC Everton. Paul Pogba traf kurios als er nach 28 Trippelschritten einen Elfmeter erst verschoss und dann den Nachschuss versenkte. Auch Anthony Martial traf für die Elf von José Mourinho.


          Das 1:1 von Leicester City gegen West Ham United war nur wenig nach dem Spiel nur noch eine unwichtige sportliche Randnotiz. In der Nähe des Stadions stürzte der Hubschrauber von Leicester-Besitzer Vichai Srivaddhanaprabha ab, der dabei ums Leben kam.




          Erstmals seit 2007 fand ein Clásico zwischen dem FC Barcelona und Real Madrid in der spanischen Primera División ohne Lionel Messi und Cristiano Ronaldo statt. Dafür brillierte Luis Suarez mit drei Toren, am Ende gewannen die Katalanen mit 5:1. War es das für Real-Trainer Julen Lopetegui.



          Der Start von Cristiano Ronaldo bei Juventus Turin war etwas mühsam. Nun aber zeigt er seine ganze Klasse auch in der italienischen Serie A. Beim 2:1 beim FC Empoli verwandelte er zunächst einen Elfmeter zum Ausgleich und dann mit einem sehenswerten Schuss den Sieg zu sichern.



          Verfolger SSC Neapel kam im Topspiel nur zu einem 1:1. Die AS Rom ging gar in Führung. Und Napoli bemühte sich lange, um das Spiel zu drehen. Das gelang nicht. Immerhin traf Torjäger Dries Mertens in der letzten Minute der regulären Spielzeit noch zum Remis. Der Rückstand auf Juve beträgt aber nun schon sechs Punkte.




          Der souveräne Tabellenführer der französischen Ligue 1 muss diesmal ein wenig mehr kämpfen. Am Ende aber steht für Paris St. Germain der elfte Sieg im elften Spiel. Joker Kylian Mbappe, der zunächst überraschend nur auf der Bank saß, zog seine unwiderstehlichen Sprint an und traf. Julian Draxler legte später noch ein Tor nach.








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