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Meister Bayern : Bosse spielen mit

  • -Aktualisiert am

Nur zwei der vielen Platzhirsche: Hoeneß und Rummenigge Bild: dpa

Nicht der FC Hollywood, sondern der FC Harmonie ist Deutscher Fußball-Meister. Die Alphatiere der Bayern haben von außen dazu beigetragen, dass die Mannschaft so gut spielen konnte.

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          Jupp Heynckes hatte es nicht immer ganz leicht mit ihnen. Das gab er am Samstag in Frankfurt preis. Befragt, welches Problem zu überwinden gewesen sei, bevor diese Saison so außergewöhnlich erfolgreich verlaufen konnte, sagte der Bayern-Trainer: „In diesem Verein mit so vielen ehemaligen Nationalspielern in der Führung, die alle gute Ratschläge geben, die in meine Arbeit einfließen sollen, muss man ein guter Moderator sein.“

          Aber nach neun Monaten kann man nichts anderes festhalten als: Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge, Präsident Uli Hoeneß, Sportdirektor Matthias Sammer und Ehrenpräsident Franz Beckenbauer haben ihren Teil dazu beigetragen, dass die Mannschaft so ungestört gut spielen konnte. Rummenigge und Hoeneß, weil sie genau die richtigen Spieler verpflichteten und die Nachfolge von Heynckes mit Guardiola geräuschlos und bestens regelten, Sammer, weil er sich geschickt in den Verein integrierte und seine Rolle als Chefmahner überzeugend ausfüllte und nicht überzog, und Franz Beckenbauer, weil er so wenig zu sagen hatte wie noch nie. Des Kaisers Kommentare hatten eine den Bayern wohltuende Belanglosigkeit. So schwierig es für jeden einzelnen gewesen sein mag, sein Ego zu zügeln, so schwer Heynckes in dem ein oder anderen Fall die Moderation auch gefallen sein mag - von außen betrachtet war der FC Hollywood in diesem Jahr ein FC Harmonie.

          Peter Heß
          Sportredakteur.

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