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Sieg von PSG bei Dynamo : Weltmeister-Glanz in Dresden

  • Aktualisiert am

Grund zur Freunde: Kylian Mbappé feiert seinen dritten Tortreffer im Testspiel gegen Dynamo Dresden. Bild: AFP

Wenn er antritt, wird es gefährlich. Das wussten die Profis von Dynamo Dresden auch vorher. Gestoppt bekamen sie Kylian Mbappé deswegen aber nicht. Paris Saint-Germain schlägt die Sachsen mit 6:1.

          Fußball-Weltmeister Kylian Mbappé war erst recht ein paar Nummern zu groß für die SG Dynamo Dresden. Angeführt von dem 20 Jahre alten französischen Titelträger bezwang Paris Saint-Germain am Dienstag in einem Testspiel den sächsischen Zweitligisten mit 6:1 (3:0). Mbappé erzielte vor 30.003 Zuschauern zwei Tore (6. Minute und 34.) für die Mannschaft von Trainer Thomas Tuchel. Dazwischen traf in der ersten Halbzeit der deutsche Ex-Weltmeister Julian Draxler (18.) - auf Vorlage von 180-Millionen-Mann Mbappé.

          Nach dem Seitenwechsel baute der eingewechselte Arthur Zagre (48.) die Führung aus, ehe Mbappé das 5:0 durch Virgiliu Postolachi (61.) vorbereitete und anschließend den Platz verließ. Tor Nummer sechs erzielte Adil Aouchiche (71.). Der Ehrentreffer für Dresden gelang per Foulelfmeter Moussa Koné (76.)

          Ohne Neymar

          Auch wenn der offensichtlich abwanderungswillige Neymar in Paris geblieben war, die Zuschauer bekamen durchaus etwas geboten von den Gästen bei ihrem Zwölf-Stunden-Trip in die Landeshauptstadt. Allein die Startaufstellung: Mbappé, der ein Jahr und einen Tag zuvor mit Frankreich den WM-Titel gewonnen und beim 4:2 im Endspiel gegen Kroatien auch einen Treffer erzielt hatte. Dazu Italiens Spielmacher Marco Verratti, die beiden deutschen Nationalspieler Thilo Kehrer und Draxler oder auch der ehemalige Bayern-Profi Juan Bernat. Dazu volle Ränge im Rudolf-Harbig-Stadion. Fußball-Dresden erlebte schon vor dem Saisonauftakt in der zweiten Liga einen echten Höhepunkt.

          Bevor die Partie begann, wurde aber erst noch Jörg Stübner gedacht. Der ehemalige DDR-Nationalspieler war am 24. Juli im Alter von nur 53 Jahren gestorben.

          Gegen die hochkarätigen und hochbezahlten PSG-Profis versuchten die Dresdner von Trainer Cristian Fiel danach erst mal ein wenig Sicherheit in ihr Spiel zu bringen. Ein Fehlpass von Dzenis Burnic sorgte aber fürs Gegenteil. Unbedrängt spielte er den Ball in der Dynamo-Hälfte zurück – vor die Füße von Mbappé. Das ließ sich der pfeilschnelle Angreifer nicht nehmen, er zog das Tempo an, sprintete der Dresdner Abwehr davon und schoss locker zum 1:0 ein.

          Ernsthaft dabei

          Dass PSG diesen Test durchaus Ernst nahm, bewies auch Tuchel. Bei einem leichtfertigen Ballverlust von Draxler ärgerte sich der 45-Jährige an der Seitenlinie, ein Sololauf mit knapp verfehltem Ausgleich durch Dresdens Haris Duljevic (11.) und eine weitere Chance von Jannis Nikolaou (16.) dürften Tuchel auch nicht besonders gefallen haben. Eher schon der zweite Treffer seiner Mannschaft: Diesmal legte Mbappé auf, Draxler schloss ab. Ein paar Minuten später übernahm Mbappé das Toreschießen wieder selbst.

          Zur Halbzeit brachte Tuchel Auswahlkeeper Kevin Trapp, der in der vergangenen Saison noch an Eintracht Frankfurt ausgeliehen war. In der Offensive durfte Draxler in den Feierabend, dafür erhöhte der eingewechselte Zagre auf 4:0, ehe noch einmal Mbappé sein Können zelebrierte. Diesmal nicht im Sprint, eher aus dem Stand mit einem tollen Pass auf Postolachi, der als offizieller Torschütze geführt wurde. Ob er den Ball wirklich noch berührte, war nicht exakt zu erkennen.

          Mbappé hatte sein Pensum jedenfalls absolviert, Tuchel wechselte den Angreifer aus. Auch der Applaus der Dynamo-Fans war ihm sicher. Ebenso wie Koné, der gefoult worden war und den anschließenden Elfmeter gegen Trapp verwandelte. Kurz danach musste der Dresdner Angreifer allerdings verletzt vom Platz.

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