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Matze Knop im Gespräch : „Jupp Heynckes ist sehr schwierig“

  • Aktualisiert am

Matze Knop als Jürgen Klopp Bild: dpa

Beim Pokalspiel am Mittwochabend zwischen Bayern und Dortmund (20.30 Uhr) könnte er den Klopp und den Beckenbauer geben: Der Komiker Matze Knop über Parodien, Perücken - und warum niemand über den echten Beckenbauer lacht.

          Matze Knop, zurzeit auf Tour mit seinem neuen Programm „Platzhirsche“, kann gut parodieren, sich aber schlecht teilen. Schade eigentlich, andernfalls könnte der 1974 in Lippstadt geborene Komiker an diesem Mittwoch in seine Paraderollen als Franz Beckenbauer, Jupp Heynckes und Jürgen Klopp schlüpfen und dem Publikum einen dreifachen Schlagabtausch liefern. Eine bessere Gelegenheit als das Viertelfinalspitzenspiel im DFB-Pokal zwischen dem FC Bayern und Borussia Dortmund (20.30 Uhr, ARD und im Liveticker bei FAZ.NET) kommt so schnell nicht wieder. Könnte ja das letzte spannende Duell der beiden Topklubs in dieser Saison sein. Denn beim nächsten Bundesliga-Treffen, am 32. Spieltag in Dortmund, werden die Münchner längst Meister sein, wenn alles weiter läuft wie bisher. Womöglich treffen die beiden Spitzenklubs ja noch mal in der Champions League aufeinander. Schau’n mer mal.

          Kann man Sport eigentlich ernst nehmen?

          Ernst ist relativ, auch in diesem Fall. Ich bin ja selbst auch Sportler, ich spiele Fußball in einer Mannschaft, und man muss das in dem Moment schon ein bisschen ernst nehmen, wenn was Zählbares dabei rumkommen soll. Auf der anderen Seite ist es eben doch nur Fußball, ein Spiel, das man nicht zu ernst nehmen sollte. Es ist eine Gratwanderung zwischen Spaß und Ernst.

          Und das ganze Ballyhoo nach einem Profispiel? Die Interviews im Kabinengang? „Warum haben Sie den Elfmeter danebengeschossen?“ Einen Opernstar fragt man nach einer Aufführung doch auch nicht, wie’s denn so war heute.

          Sollte man vielleicht mal tun. Einfach mal fragen: „Und, alle Töne getroffen heute?“ Antwort: „Da muss ich erst mal mit meinem Gesangslehrer reden!“ Ich war ja selbst schon mal Reporter nach Fußballspielen und habe die Leute befragt. Man muss für beide Seiten Verständnis haben. Für das, was die Reporter fragen, und für das, was die Spieler antworten. Verstehen muss man beides nicht.

          Sind Fußballer besonders dankbare Opfer für Sie als Parodist?

          Ich denke, der Grund, warum ich so viele Fußballer parodiere, liegt in meiner Vorliebe für den Fußball. Das ist mein Sport. Und Fußball ist mittlerweile die größte Unterhaltungsindustrie in Deutschland, deshalb bietet er viel. Letztlich ist ein Fußballer aber genauso schwer oder leicht zu parodieren wie, sagen wir: ein Politiker. Man muss versuchen, sich die Stimme draufzuschaffen, muss den Habitus rausfinden, die Art, wie er sich bewegt, wie er guckt, welche Mimik er hat.

          Sie beginnen immer mit der Stimme?

          Ja, da ich vom Radio komme, fange ich immer mit der Stimme an. Wo hat der seinen Schwerpunkt in der Stimme, im Kopf, Bauch, Hals, hat er einen Dialekt oder keinen? Und dann muss man üben, im Auto, unter der Dusche, am Schreibtisch, zwei, drei Wochen lang, dann geht es weiter, dann ruft man den Maskenbildner an und sagt, mach mir doch mal ’ne Perücke. An Karneval rufen mich immer Leute an und fragen, wo man denn zum Beispiel so eine Beckenbauer-Perücke herbekomme, dann muss ich immer sagen, sorry, das ist nicht so einfach, so ein Ding wird aus Echthaar geknüpft, das kostet schnell mal 2000 Euro.

          Matze Knop als Jupp Heynckes

          Welches sind die schwierigsten Typen für Ihre Parodien?

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