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Trainersuche beendet : Gisdol übernimmt beim 1. FC Köln

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Neuer Mann an der Kölner Seite: Markus Gisdol Bild: dpa

Nun ist auch der 1. FC Köln fündig geworden: Markus Gisdol wird neuer Cheftrainer beim abstiegsbedrohten Bundesliga-Klub. Ein neuer Sportchef ist ebenfalls engagiert worden.

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          Die Personalsuche beim 1. FC Köln ist beendet. Markus Gisdol folgt als Trainer beim Tabellen-Vorletzten der Fußball-Bundesliga auf Achim Beierlorzer, der wiederum am Nachmittag bei Mainz 05 angeheuert wurde. Überraschend wird zudem nun doch Horst Heldt neuer Sportchef und damit Nachfolger von Armin Veh.

          „Köln ist eine Top-Adresse im deutschen Fußball. Die aktuelle Situation ist nicht leicht, aber ich kenne Herausforderungen dieser Art sehr gut und bin total überzeugt, dass wir auch diese meistern können“, sagte Gisdol, der wie Heldt einen Vertrag bis Juni 2021 erhält. Das teilten die Kölner an diesem Montag nach dem Training der Profis mit. Beide sollen am Dienstag in Köln vorgestellt werden. Am Samstag treten die Kölner beim Tabellenzweiten RB Leipzig (18.30 Uhr/F.A.Z.-Liveticker zur Fußball-Bundesliga und bei Sky) an.

          Gisdol und Heldt hatten 2011/2012 schon beim FC Schalke 04 zusammen gearbeitet. Damals war Gisdol Assistenz-Trainer unter Ralf Rangnick und Huub Stevens, Heldt arbeitete als Manager auf Schalke. In Köln geht es für Gisdol, der 2013 die TSG 1899 Hoffenheim und 2017 den Hamburger SV vor dem Abstieg bewahrt hatte, wieder nur um den Klassenverbleib.

          Der FC hatte sich nach dem 1:2 gegen Hoffenheim vor zehn Tagen von Beierlorzer getrennt. Auch der bisherige Sportchef Veh musste damals gehen. Die Nachfolgesuche gestalte sich auf beiden Posten schwierig. In der Trainerfrage hatte sich Interims-Sportchef Frank Aehlig zunächst bei Bruno Labbadia eine Absage abgeholt, am Wochenende hatte dann auch Pal Dardai abgesagt. Gisdol gilt somit bestenfalls nur als „C-Lösung“ der Kölner, wogegen Aehlig aber interveniert: „Markus stand von Anfang an auf meiner Liste der Trainer, denen ich absolut zutraue, unsere Mannschaft zu stabilisieren und mit ihr die nötigen Siege zu holen“, sagte der Leiter der FC-Lizenzspielerabteilung.

          Die Suche nach dem Veh-Nachfolger gestaltete sich aus anderen Gründen schwierig. Gegen Heldt, der früh als Favorit auf den Posten galt, gab es vereinsintern offenbar Vorbehalte. Der im April bei Hannover 96 freigestellte Heldt bekam ebenso wie Erik Stoffelshaus – zuvor Manager bei Lokomotive Moskau – in den vielen FC-Gremien zunächst keine Mehrheit. Die Widerstände konnten offenbar dann doch gebrochen werden.

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