https://www.faz.net/-gtl-wgf3

Maradona bittet um Verzeihung : Späte Reue für „Hand Gottes“

  • Aktualisiert am

Die 51. Minute zwischen Argentinien und England: „Die Hand Gottes und der Kopf Maradonas” Bild: picture-alliance/ dpa

Der Argentinier Diego Maradona hat für sein Tor mit der „Hand Gottes“ im WM-Viertelfinale 1986 gegen England medienwirksam um Entschuldigung gebeten. „Wenn ich eine Zeitreise machen könnte und die Geschichte umschreiben, ich würde es tun.“

          1 Min.

          Die Reue kommt spät, für England 21 Jahre und einige Monate zu spät. Das argentinische Fußball-Idol Diego Maradona hat in der englischen Boulevardzeitung The Sun für sein Tor mit der „Hand Gottes“ im WM-Viertelfinale 1986 (2:1) medienwirksam um Entschuldigung gebeten.

          „Wenn ich eine Zeitreise machen könnte und die Geschichte umschreiben, ich würde es tun“, sagte Maradona: „Aber ich kann es nicht. Das Tor ist immer noch ein Tor. Wir wurden Weltmeister, und ich war der beste Spieler der Welt.“

          Der Beste aller Zeiten: Ich

          Maradona war 1986 in Mexiko zum Kopfball hochgestiegen und hatte den Ball mit der Hand über Englands Torhüter Peter Shilton gelupft. Die blitzschnell ausgeführte Tat entging dem tunesischen Schiedsrichter Ali Bennaceur und es stand 1:0 für Argentinien. Seine Ausrede, es sei sein Kopf und die „Hand Gottes“ gewesen, wurde zu einer Legende. Maradona legte in dem Spiel ein Jahrhundert-Solo zum 2:0 nach, im Finale besiegte Argentinien Deutschland 3:2.

          „Der beste Spieler aller Zeiten: ich”

          Im Sun-Interview bezeichnete Maradona außerdem Englands Superstar David Beckham als „ganz guten Spieler, mehr nicht“. Es gebe auf der Welt Hunderte mit seinen Fähigkeiten. Über Brasiliens Legende Pele sagte „Dieguito“: „Hätte ich niemals Kokain genommen, wäre es überhaupt keine Frage, wer der Beste aller Zeiten war: Ich. Ich hätte dreimal so gut sein können.“

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Nach den britischen Wahlen : Mehr Blair fürs Volk

          Boris Johnson ist mit voller Wucht gegen die „rote Mauer“ des Labour-Herzlands gefahren und hat große Teile davon zum Einsturz gebracht. Warum fühlt man sich jetzt dennoch an einen früheren Labour-Premier erinnert?

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.