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DFB-Team in Spanien : Neuer und der Plan gegen die deutschen Kritiker

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Manuel Neuer wird in Spanien sein 96. Länderspiel für Deutschland bestreiten. Bild: Reuters

Schon ein Remis in Spanien reicht, damit die DFB-Elf in die Finalerunde in der Nations League einzieht. Torwart und Kapitän Manuel Neuer knackt dabei eine Bestmarke – und spricht zuvor auch über ein persönliches Ziel.

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          90 Minuten noch. Dann ist zumindest für Joachim Löw und die Fußball-Nationalmannschaft das so komplizierte Corona-Jahr 2020 bewältigt. Die insgesamt achte Partie an diesem Dienstag (20.45 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zur Nations League und in der ARD) in Sevilla gegen Spanien wird dabei nicht nur über den Gruppensieg in der Nations League entscheiden, sondern auch die Stimmungslage vorgeben, mit der Spieler, Verantwortliche und auch die Fans dem kommenden Europameisterschaftsjahr entgegenblicken können.

          Nations League

          Torwart Manuel Neuer erhob das Jahresabschlussspiel zum Finale. „So werden wir es angehen.“ Gruppenerster zu werden, wäre wertvoll für die junge deutsche Mannschaft. „Dann kann man besser in die Vorbereitung auf die EM gehen. Dann würde es auch ein paar kritische Stimmen weniger geben rund um die Nationalmannschaft“, betonte der Kapitän.

          Schon ein Remis würde der deutschen Elf im direkten Duell mit den einen Punkt zurückliegenden Spaniern zum ersten Platz in Gruppe 4 der A-Liga reichen. Dann wäre Deutschland beim Final-4 der Nations League dabei, das vom 6. bis 10. Oktober 2021 in einer hoffentlich entspannteren Corona-Lage wieder als Fußball-Event vor womöglich vollen Rängen ausgespielt werden könnte. Von vier Teilnehmern steht erst einer fest: Weltmeister Frankreich. Italien und Belgien gehen neben der DFB-Auswahl als Tabellenführer ihrer Gruppen in den letzten Spieltag. Europameister Portugal, das die Premiere des Wettbewerbs gewann, kann zumindest diesen Titel 2021 nicht mehr verteidigen.

          Das 3:1-Siegerteam vom vergangenen Samstag gegen die Ukraine muss Löw geringfügig umbauen. Toni Kroos kehrt nach seiner Sperre auf die angestammte Position im Mittelfeld zurück. Hinten muss diesmal Antonio Rüdiger nach zwei Gelben Karte ersetzt werden. Offen ließ der Bundestrainer, ob Niklas Süle als Abwehrchef aufläuft. Der Bayern-Profi hat Knieprobleme. Nach seinem Kreuzbandriss und einer Pause nach einer Corona-Quarantäne soll er zudem nicht zu stark belastet werden. Leverkusens Jonathan Tah, Hertha Niklas Stark oder der Augsburger Neuling Felix Uduokhai könnten einspringen. Als linker Verteidiger wird wieder Philipp Max beginnen, wie Löw ankündigte.

          Manuel Neuer wird zum 96. Mal im DFB-Tor stehen. Damit wird er alleiniger deutscher Rekordtorhüter. Er übertrifft Sepp Maier (76), der 41 Jahre lang die Bestmarke mit 95 Einsätzen hielt. „Ich bin stolz auf das, was ich in meiner Karriere erreicht habe“, sagte Neuer in Sevilla. Er hatte via Handy-Nachrichten Kontakt mit Maier. Die 100 will er unbedingt knacken, eine konkrete Rekordmarke habe er nicht vor Augen, sagte der 34-Jährige: „Ich denke nicht darüber nach, wie viele Spiele ich noch machen werde.“

          Maier traut Neuer mehr als 120 Länderspiele zu. „Dem fehlt ja nichts“, meinte der Weltmeister von 1974. Löw rühmte Neuer, der 2009 im DFB-Team debütierte und seit der WM 2010 die Nummer 1 ist, vor dem Rekordspiel in Spanien: „Seine Leistung spricht für sich. Er hat uns nie enttäuscht. Manuel ist als Mensch, als Spieler, als Kapitän mit den Jahren sehr gereift. Er ist ein Teamplayer. Er ist seit Jahren der beste Torwart im Weltfußball. Das ist für uns Gold wert.“

          Nach dem Spanien-Spiel geht Löws Auswahl in eine lange Winterpause. Erst im Zeitraum vom 22. bis 31. März stehen die ersten Länderspiele im EM-Jahr 2021 auf dem Programm. Es handelt sich dann um die ersten Qualifikationsspiele zur Winter-WM 2022 in Qatar. Die Gruppen dafür werden noch dieses Jahr ausgelost: Am 7. Dezember.

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