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Duell mit Manchester United : Arsenal und die Angst vor dem Fluch

  • Aktualisiert am

Arsenal und Alexis Sanchez würden gerne gleich im Dezember weiterspielen. Bild: Reuters

Arsene Wenger trifft beim Topspiel der Premier League auf seinen alten Intimfeind José Mourinho. Dabei spricht die Statistik klar gegen Arsenal. Aber das ist nicht die einzige Sorge bei Mesut Özil und Co.

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          Gegen seinen alten Intimfeind José Mourinho hat sich Arsène Wenger viel vorgenommen. Fast nie ging der Arsenal-Trainer gegen den aktuellen ManUnited-Choach als Sieger vom Platz. „Wir haben nicht immer verloren“, betonte Wenger zwar vor dem Spiel seines FC Arsenal am Samstag in Manchester (13.30 Uhr). Doch neben einigen Unentschieden gab es nur einen einzigen Sieg.

          Von den 15 vorherigen Begegnungen mit Mourinho konnte Wenger nur den Community Shield 2015 gewinnen, das Duell zwischen Meister (damals FC Chelsea) und Pokalsieger (FC Arsenal). In der Premier League siegte Wengers Arsenal noch nie gegen den ehemaligen Chelsea-Coach. Die Statistik spricht also eindeutig gegen die Londoner. Noch ein schlechtes Omen: Arsenal verlor im Kalenderjahr 2016 nur ein einziges Auswärtsspiel – bei Manchester United.

          Vor dem abermaligen Duell am Samstag fürchten sich die Anhänger der „Gunners“ obendrein vor dem „November-Fluch“. Seit Arsène Wenger vor 20 Jahren das Traineramt übernommen hat, ist der November statistisch der Monat mit der schlechtesten Punkteausbeute. Nicht mal die Hälfte der November-Spiele konnte Arsenal unter dem Franzosen gewinnen.

          Die Trainer Arsene Wenger (links) und José Mourinho mögen sich nicht wirklich.
          Die Trainer Arsene Wenger (links) und José Mourinho mögen sich nicht wirklich. : Bild: AFP

          Hoffnung, dass es dieses Mal anders läuft, macht Mesut Özil, der sich auf das Spiel gegen den Tabellensechsten freut. Der Nationalspieler, dem Bundestrainer Joachim Löw zuletzt für die WM-Qualifikation gegen San Marino und dem Freundschaftsspiel gegen Italien eine Pause gegönnt hatte, twitterte unter der Woche, er habe während der Länderspielpause „neue Energie getankt“ und fügte hinzu: „Wir sehen uns am Samstag in Manchester.“

          Unklar ist, ob Alexis Sanchez auflaufen wird. Der Chilene spielte trotz Oberschenkel-Problemen in der WM-Qualifikation gegen Uruguay und steuerte zwei Tore zum 3:1-Sieg bei. Wenger war dem Vernehmen nach wenig begeistert und ließ offen, ob der Stürmer, der in dieser Saison achtmal für Arsenal traf, für das Spiel am Samstag fit genug ist.

          Bei Manchester United steht Wayne Rooney mal wieder im Fokus. Der englische Nationalspieler sah sich nach einer durchzechten Nacht im Mannschaftshotel der Engländer heftiger Kritik ausgesetzt. Doch laut britischen Medien soll Mourinho sich nicht an Rooneys Eskapaden stören. Der United-Kapitän traf in seiner Karriere bereits 14 Mal gegen Arsenal und scheint gesetzt, zumal Stürmerkollege Zlatan Ibrahimovic nach seiner fünften Gelben Karte gesperrt ist.

          Nur zwei Punkte trennen Arsenal von Tabellenführer FC Liverpool. „Wir müssen oben dran bleiben und sehen, dass wir den Vorteil nutzen, wenn einer Punkte liegen lässt“, forderte Arsenal-Torwart Petr Cech, der bei Chelsea unter Mourinho spielte. Die aktuelle Form spricht für Cechs Team. Auf ManUnited, das Wenger weiter als „Titelkandidaten“ bezeichnet, hat Arsenal sechs Punkte Vorsprung. Am zwölften Spieltag gilt es nun, die Statistik zu widerlegen und den „Fluch“ zu beenden.

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