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Baldiges Ende bei Man United? : Mourinho beendet Pressekonferenz nach drei Minuten

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José Mourinho mit zusammengepressten Lippen: Es läuft nicht mehr so, wie er es sich wünscht. Bild: dpa

José Mourinho steht als Trainer beim einstigen Premier-League-Spitzenklub Manchester United stark in der Kritik. Kurz vor dem Duell gegen Newcastle polarisiert der Portugiese abermals mit einem fragwürdigen Auftritt.

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          Der einstige Erfolgscoach José Mourinho hat sich am Freitag auf einer ungewöhnlich kurzen Pressekonferenz schlecht gelaunt und kurz angebunden gezeigt. Der in der Kritik stehende Trainer des englischen Rekordmeisters Manchester United absolvierte den üblicherweise am frühen Nachmittag stattfindenden Pressetermin zum Spieltag bereits morgens um 8.30 Uhr und beendete die Pressekonferenz schon nach rund drei Minuten. Von insgesamt sechs Fragen beantwortete Mourinho nur fünf. Auf die Frage, warum es bei Manchester United derzeit nicht laufe, sagte Mourinho: „Aus vielen verschiedenen Gründen.“ Ob er einen der Gründe nennen könnte? „Nein.“

          Der Trainer räumte nach dem schlechtesten Saisonstart der Red Devils seit 29 Jahren allerdings ein, dass die derzeitige Negativserie mit vier Spielen ohne Sieg nicht akzeptabel sei und seine Mannschaft am Samstag zuhause gegen Newcastle United unbedingt einen Sieg brauche. Die Frage, ob die Fans sicher sein könnten, dass er alles dafür tue, Man United zurück in die Erfolgsspur zu führen, beantwortete Mourinho nicht – langes Schweigen.

          Rund um den einstigen Erfolgsklub wird es immer unruhiger. Mourinho soll sich mit Starspieler Paul Pogba schwer gestritten haben. Anschließend entzog er dem französischen Weltmeister die Rolle des Ko-Kapitäns und begründete dies nicht nur mit dessen schwachen Leistungen. Nach Informationen der Times informierte Mourinho Pogba vor dessen Teamkollegen, dass der 25-Jährige „nicht darstellt, was ein Kapitän darstellen sollte“.

          Zuvor hatte Pogba Mourinho für dessen Taktik im Spiel gegen die Wolverhampton Wanderers (1:1) krisiert. „Wir spielen zu Hause und müssen gegen die Wolves viel besser spielen, wir sollten angreifen. Wenn wir so spielen, ist es einfacher für uns“, sagte Pogba den Journalisten. Auf die Nachfrage, wer denn die Verantwortung dafür tragen, dass United so zurückhaltend agiere, meinte Pogba sibyllinisch: „Ich kann es nicht sagen, ich bin ein Spieler, ich bin jedenfalls nicht dafür verantwortlich.“ Bereits zum Saisonstart hatte Pogba sich über sein schwieriges Verhältnis zu Mourinho geäußert.

          Manchester United liegt in der Tabelle bereits neun Punkte hinter den beiden Spitzenreitern FC Liverpool und Manchester City. In der Champions League kamen die Red Devils zuletzt im wichtigen Heimspiel gegen den FC Valencia nicht über ein torloses Unentschieden hinaus. Und im Ligapokal verloren sie sogar in der dritten Runde gegen den Zweitligaklub Derby County (7:8 im Elfmeterschießen). Höchste Zeit für Mourinho also, wieder positive Schlagzeilen zu schreiben.

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