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Manchester United : Das Feierbiest Fergie

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Die Welle: Alex Ferguson bei der Meisterfeier Bild: REUTERS

Manchester United hat seinen Titel ähnlich früh wie Bayern München gesichert. Da wurde sogar Sir Alex locker. Es war ja auch bereits seine 13. Meisterschaft in England.

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          Alex Ferguson führte mal wieder sein ungelenkes Siegestänzchen auf. Mit pinkem Kopf und seinen oft 50 Jahre jüngeren Spielern bejubelte Sir Alex hüpfend Manchester Uniteds 20. Meistertitel - den 13. unter seiner Regie. „Unsere Konstanz in den letzten 20 Jahren ist unglaublich“, meinte der 71-Jährige, der am Montagabend nach dem 3:0 gegen Aston Villa sogar in der Laune für seine erste Pressekonferenz nach einem Premier-League-Spiel in dieser Saison war. Der knorrige Schotte nimmt sich seit Jahren das Recht heraus, Pks zu boykottieren. Nun schwärmte er: „Dieser Club gibt nie auf. Von Sir Matt Busby über das München-Desaster bis zum Wiederaubau und dem Europapokal-Sieg - das erzählt die Geschichte von United.“

          Und so schlugen die Red Devils auch nach dem im Vorjahr traumatisch an den Stadtrivalen Manchester City verlorenen Titel wütend zurück: „Erinnert euch, wie sich das anfühlt“, sagte Ferguson, „und stellt sicher, dass die niemals wieder die Chance kriegen, über Manchester United zu lachen.“ Die „Times“ schreibt nun: „City? Die „lärmenden Nachbarn“ wurden ruhiggestellt.“

          Jahrhunderttor: Van Persie lässt sich von Giggs feiern

          Der zweite Moment, der den Weg zu diesem souveränen Meistertitel vier Saisonspiele vor Schluss ebnete, war Fergusons Anruf bei seinem alten Trainerfeind Arsène Wenger vor der Saison. Es ging um die Personalie Robin van Persie. „Arsène sagte mir: ’Er ist ein besserer Spieler als du denkst’, wir brachten den Deal unter Dach und Fach, und er hatte recht“, erinnerte sich „Fergie“ ans Gespräch mit seinem Arsenal-Widerpart.

          Der 30-Millionen-Euro-Mann „RVP“ schlug im „Theatre of dreams“ in Old Trafford traumhaft ein. Gegen Villa glänzte Uniteds Spieler der Saison mit seinem Hattrick (2./13./33.) einmal mehr als Held und ist mit 24 Treffern nun wieder der Top-Torjäger der Premier League. Seinen Volley zum 2:0 pries Ferguson als „Jahrhundert-Tor“.

          Van Persie wird zu „Van tona“

          Die „Sun“ bedachte den Niederländer mit dem neuen Spitznamen „Van tona“ - auch Eric Cantona war einst ein solcher Mega-Transfer und Fergusons verlängerter Arm beim Auftakt in Uniteds „Goldene Ära“: die Meisterschaft 1993. Die Premier-League-Titel-Premiere war es diesmal für van Persie, der sich mit seinen inzwischen 29 Jahren und leicht ergrauten Schläfen wie ein Kind freute: „Ich bin sehr glücklich, aber es ist komisch. Ich musste so lange auf diesen ersten Titel warten“, meinte er. „Das ist ein fantastisches Team mit fantastischen Spielern.“ Neben ihm bekam auch der aus Dortmund gekommene Shinji Kagawa das Dauerlächeln nicht mehr aus dem Gesicht.

          Aber die „Champ20ns“ wollen die Saison längst noch nicht austrudeln lassen. Der nimmersatte Ferguson hat noch Chelseas 95-Punkte-Rekord aus der Saison 2004/05 fest im Visier - aktuell hat United 84. Sir Alex, der immer noch jeden Morgen um 6 Uhr aufsteht, hat zeitweise ebenbürtige Rivalen wie den FC Liverpool, Chelsea oder Arsenal kommen und gehen sehen. Inzwischen hat er allein 13 Premier-League-Titel - so viele wie die Gunners in ihrer ganzen Historie. Und bei Fergusons Titel-Sausen stets dabei als United-Spieler: Ryan Giggs. „Er ist ein Freak, ein einzigartiger Freak“, sagte Ferguson über den 39-Jährigen.

          „Fergie“ wollte immer mit einem Erfolg abtreten. Der Garten und sein Wein-Keller warten. Er wird doch nicht etwa? Nach dieser Saison? „Er wird nicht, natürlich nicht, wie wir das so ziemlich jedes Jahr sagen“, amüsiert sich der „Guardian“ über diesen Running Gag. „The Gaffer“ (der Alte), berüchtigt für seine „Hairdryer“-Wutansprachen, sah mit seinem breiten Grinsen und den klatschenden Händen am Montag nicht so aus, als wolle er seinen Fön schon an den Nagel hängen.

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