https://www.faz.net/-gtl-9hhfm

Turnier in Frankreich 2019 : Machbare WM-Gruppe für DFB-Frauen

  • Aktualisiert am

„Es ist eine machbare Gruppe, auf jeden Fall“: Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg. Bild: Reuters

Die deutschen Fußball-Frauen wissen seit heute, wer die Gegner in der WM-Vorrunde sind. Die neue Bundestrainerin ist zufrieden mit der Auslosung für das Turnier in Frankreich im nächsten Sommer.

          China, Spanien und Südafrika – die deutschen Fußball-Frauen haben auf dem angestrebten Weg zum dritten WM-Titel eine anspruchsvolle Vorrundengruppe erwischt. Das ergab die Auslosung am Samstagabend im Pariser Kulturzentrum La Seine Musicale. Die DFB-Frauen mit der neuen Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg spielen in der Gruppe B. Die besten zwei Teams jeder Gruppe sowie die vier besten Gruppendritten erreichen die K.o.-Runde. Das Eröffnungsspiel bestreiten am 7. Juni 2019 Gastgeber Frankreich und Südkorea im Pariser Prinzenpark. Das Finale findet am 7. Juli in Lyon statt. Titelverteidiger sind die Vereinigten Staaten, die in Gruppe F antreten.

          Spielplan der Frauenfußball-WM 2019 in Frankreich

          „Es ist eine machbare Gruppe, auf jeden Fall“, urteilte Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg. Spanien sei der schwerste Gegner. Darauf sei man vorbereitet gewesen. „Sie haben im Nachwuchs Titel geholt, waren immer dabei. Bei der EM im vorigen Jahr haben sie sich etwas unter Wert verkauft“, sagte die 50-Jährige. Auch China dürfe man aber nicht unterschätzen. „Sie haben bei der vergangenen Weltmeisterschaft eine gute Performance gezeigt. Sie sind immer sehr schwer einzuschätzen, weil man nie viel von ihnen weiß. Im Turnier sind sie dann aber immer sehr gut aufgestellt“, betonte Voss-Tecklenburg. Südafrika spiele einen europäischen Stil, sagte die Bundestrainerin.

          Gegen China trat die DFB-Auswahl bislang 30 Mal an, gewann davon 16 Partien. Geheimfavorit Spanien war erst viermal Gegner der deutschen Fußball-Frauen, zuletzt am 13. November beim 0:0 im Abschiedsspiel von Bundestrainer Horst Hrubesch in Erfurt. Das Spiel gegen WM-Debütant Südafrika ist eine Premiere. Erster Gegner ist China am 8. Juni um 21.00 Uhr in Rennes. Am 12. Juni spielt Deutschland um 18.00 Uhr gegen Spanien in Valenciennes. Die Partie gegen Südafrika wird am 17. Juni um 18.00 Uhr in Montpellier angepfiffen.

          „Unterschätzen darf man keinen, aber es ist eine machbare Gruppe, auch wenn Spanien nicht ganz so einfach wird. Aber die deutsche Frauen-Nationalmannschaft muss das Selbstvertrauen haben, diese Gruppe auch zu gewinnen“, sagte Nia Künzer. Sie hatte 2003 das deutsche Team mit dem Golden Goal gegen Schweden zum Titel geschossen.

          Angeführt von der Engländerin Alex Scott und dem Franzosen Louis Saha wurden die Kugeln von großer Sport-Prominenz gezogen: Didier Deschamps, Frankreichs Weltmeister-Trainer von 2018, Marie Bochet, französischer Alpin-Star und Paralympic-Siegerin, sowie der frühere brasilianische Fußball-Weltmeister Kaka nahmen an der Zeremonie teil. Auch die zweimalige Fußball-Olympiasiegerin aus den Vereinigten Staaten, Cindy Parlow Cone, der frühere Fußballprofi Michael Essien, die japanische Weltmeisterin Aya Miyama sowie Steffi Jones zogen die Kugeln. Die ehemalige Bundestrainerin bescherte den DFB-Frauen China aus Topf drei.

          Weitere Themen

          Die Härteprobe kommt noch Video-Seite öffnen

          Fußball-WM der Frauen : Die Härteprobe kommt noch

          Mit drei Siegen in drei Spielen zieht das deutsche Fußball-Nationalteam der Frauen als Gruppensieger ins Achtelfinale der WM in Frankreich ein. Nach dem Spiel gegen Südafrika sieht F.A.Z.-Sportredakteur Daniel Meuren aber noch Bedarf, an offensiven Abläufen zu arbeiten.

          Hummels kehrt zu Borussia Dortmund zurück Video-Seite öffnen

          Für 38 Millionen Euro? : Hummels kehrt zu Borussia Dortmund zurück

          Mats Hummels steht vor einer Rückkehr zu Borussia Dortmund. Der FC Bayern und der BVB erzielten eine grundsätzliche Einigung über einen Wechsel des 30-jährigen Innenverteidigers zu seinem ehemaligen Verein. Über Modalitäten schweigen die beiden Vereine.

          Topmeldungen

          Amt des Kommissionspräsidenten : Wer folgt auf Juncker?

          Das Gerangel um die Besetzung der EU-Spitzenposten geht an diesem Donnerstag in die entscheidende Runde. Am Ende müssen sich Berlin und Paris einigen. Doch Merkel und Macron verfolgen unterschiedliche Strategien.
          Eine Drohne vom Typ Northrop Grumman RQ-4 (Global Hawk) der amerikanischen Streitkräfte

          Verschärfte Spannungen : Iran meldet Abschuss amerikanischer Drohne

          Die Revolutionsgarden des Regimes teilen mit, eine Aufklärungsdrohne des Typs „Global Hawk“ über eigenem Gebiet vom Himmel geholt zu haben. Das amerikanische Zentralkommando dementiert. Eine anonyme Regierungsquelle bestätigt den Abschuss – an anderer Stelle.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.