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Ärger in Frankreich : Lyon-Präsident fordert Wiederaufnahme der Fußball-Saison

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Sieht seinen Klub benachteiligt: Jean-Michael Aulas kämpft für die Interessen von Olympique Lyon. Bild: Reuters

Während die Bundesliga ihre Saison fortsetzt, droht in Frankreich der Streit um den frühzeitigen Abbruch zu eskalieren. Jean-Michael Aulas, einflussreicher Präsident von Olympique Lyon, hat sich nun an Ministerpräsident Edouard Philippe gewandt.

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          Der frühere Serienmeister Olympique Lyon kämpft weiter gegen den Abbruch der französischen Fußball-Liga. OL-Präsident Jean-Michel Aulas schlug in einem am Montag veröffentlichten Brief an Regierungschef Édouard Philippe vor, das Training vom kommenden Monat an wieder schrittweise zu erlauben. Aulas brachte auch eine Wiederaufnahme der Fußballsaison 2019/20 im Juli oder August ins Spiel.

          Aulas wies in dem Schreiben, das laut Verein auch an Sportministerin Roxana Maracineanu ging, auf große finanzielle Einbußen für die Klubs hin - er sprach von einem „gewaltigen Defizit“ in der Größenordnung von 700 bis 900 Millionen Euro. „Die finanzielle Lage der französischen Klubs ist schrecklich“, resümierte der Vereinschef.

          Der Liga-Verwaltungsrat hatte zu Monatsbeginn die Spielzeit der Ligue 1 wegen der Corona-Pandemie abgebrochen und Paris Saint-Germain mit Trainer Thomas Tuchel zum Meister erklärt.

          Hintergrund der Entscheidung war die Verfügung von Premier Philippe, der eine Wiederaufnahme des seit Mitte März ruhenden Spielbetriebs in dieser Saison für unmöglich erklärt hatte. Daher wurde die Tabelle nach dem 28. Spieltag gewertet. Champions-League-Achtelfinalteilnehmer Olympique Lyon ist einer der großen Verlierer dieser Entscheidung.

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