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Wechsel zu Vissel Kobe : Warum Podolski nicht nach China wollte

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Nächste Stadion Japan: Lukas Podolski. Bild: dpa

Lukas Podolski ist auf dem Weg zu seinem neuen Verein Vissel Kobe. Die Begeisterung in Japan ist jetzt schon riesig. Zuvor verrät Podolski, warum er nicht nach China gewechselt ist.

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          „Uerukamu Porudi!“ – Willkommen Poldi! Mit großer Vorfreude erwarten Fans in Japan an diesem Donnerstag die Ankunft von Fußball-Weltmeister Lukas Podolski. Am Mittwochmittag hob der Flieger von Frankfurt aus ab. Anhänger seines neuen Klubs Vissel Kobe werden dem 32-Jährigen am Flughafen der japanischen Hafenstadt kurz nach seiner Ankunft einen Willkommensempfang bereiten, wie die Veranstalter am Mittwoch mitteilten. Anschließend wird sich Podolski den Fragen von japanischen Journalisten stellen.

          Auf der Klub-Webseite mit den riesigen Begrüßungsworten „WELCOME POLDI!“ und einem strahlend die Arme austreckenden Podolski im neuen Vereinstrikot wird schon mächtig die Werbetrommel für den Weltmeister gerührt. Der hinter Vissel Kobe stehende Online-Shoppingriese Rakuten vertreibt Fanartikel wie niedliche Bärchen mit Podolskis Rückennummer 10, Trikots, Schlüsselanhänger und Fan-Handtücher des Klubs.

          Die Vorfreude der Japaner beruht auf Gegenseitigkeit: „Es ist nicht nur entscheidend, dass ich Meister oder Torschützenkönig werde – ich will die Kultur kennenlernen, mich auf das Leben einlassen“, sagte der 129-malige Nationalspieler dem „Express“ (Mittwoch) vor seiner Abreise. „Ich freue mich total auf dieses Abenteuer und bin offen, neue Dinge auszuprobieren. Japan ist eines der fortschrittlichsten Länder der Welt. Sie haben eine tolle Kultur, tolles Essen“.

          Podolski will in Japan auch Land und Leute kennenlernen. „Ich will da nicht nur zweieinhalb Jahre hinkommen und die Zeit absitzen. Er soll am 29. Juli erstmals in der J-League spielen. „Es kribbelt schon sehr, weil ich endlich wieder Fußball spielen will“, sagte Podolski. 2,6 Millionen Euro Ablöse an Galatasaray Istanbul ließen sich die Japaner den Wechsel von Podolski kosten.

          Gegen einen möglichen Wechsel nach China habe sich dagegen seine Frau Monika gewehrt, verriet Podolski. Nach Japan werde seine Familie bald nachkommen. „Meine Frau hat eine japanische Freundin, mein Sohn Louis einen japanischen Freund, da haben wir uns Tipps geholt. Jetzt freut sich die Familie drauf – deswegen gehen wir alle zusammen“, sagte Podolski.



          Auch bei Twitter können sich von nun an alle Fans auf die Ankunft von Podolski in Japan freuen. Wer bei einem Tweet den Hashtag #poldi einfügt, erhält ein Emoji mit Podolskis Porträt. Gleiches gab es zuvor auch schon beim Weltrekord-Wechsel von Paul Pogba von Juventus Turin zu Manchester United.

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