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Auf zum Confed Cup : Die neue Lust und Laune der DFB-Elf

Freude nach dem Treffer von Kimmich: In Kopenhagen konnte man wieder einmal sehen, wie gut der deutsche Fußball in der Breite aufgestellt ist. Bild: dpa

Das bunt zusammengewürfelte neue Nationalteam nimmt ihr undankbares Sommerprogramm mit dem richtigen Geist an. Weltmeisterliche Ansprüche sollten an die Elf von Joachim Löw aber lieber nicht gestellt werden. Ein Kommentar.

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          Nicht alles lief nach Wunsch für die Deutschen in Kopenhagen. Für den Mittwoch hatten Teammanager Oliver Bierhoff und Bundestrainer Joachim Löw weitgehend Freizeit gewährt, auch um der Mannschaft Gelegenheit zu geben, die Reize der dänischen Hauptstadt zu genießen, ehe es an diesem Donnerstag ins beschauliche Herzogenaurach geht und die Arbeit wieder den Alltag bestimmt. Das Wetter allerdings spielte nicht mit, so dass die Nationalspieler, die sich nach draußen wagen wollten, den einen oder anderen Schauer in Betracht ziehen mussten.

          Am Binnenklima wird das nicht das Geringste geändert haben – das befand sich nach dem 1:1 am Dienstagabend klar im Hoch. In den Katakomben des Bröndby-Stadions waren reichlich deutsche Spieler zu beobachten, die wie beseelt wirkten von der Erfahrung, das Trikot mit den vier Sternen zu tragen. Gleich sechs Debütanten brachte der Test in Dänemark hervor, Torwart Kevin Trapp und die schon etwas älteren Herrschaften Lars Stindl (28) und Sandro Wagner (29) von Anfang an, später kamen noch Amin Younes, Kerem Demirbay und Marvin Plattenhardt hinzu.

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          Doch es war nicht nur das persönliche Glück dieser Neu-Nationalspieler, das für gute Atmosphäre sorgte. Sondern auch die Tatsache, dass die Deutschen sich als Team bestens imprägniert gezeigt hatten gegen all das, was die Mission Confederations Cup an Zweifeln umwehte. Ganz offensichtlich geht Löws bunt zusammengewürfelte Truppe das undankbare Sommerprogramm mit dem richtigen Geist an. Gemäß dem dialektisch anmutenden Motto des Bundestrainers, dass, wenn das Turnier nun schon einmal stattfinde, man dann doch zumindest das Beste daraus machen sollte.

          In Kopenhagen konnte man wieder einmal sehen, wie gut der deutsche Fußball in der Breite aufgestellt ist. Die Spieler sind taktisch so profund ausgebildet, dass sich nach nur einem Training und einer halben Stunde Findungsphase schon tragfähige Strukturen zeigten. Selbst mit dieser Mannschaft, so ist anzunehmen, wäre die Qualifikation für ein großes Turnier ohne weiteres erfolgreich zu bestreiten. Doch der Anspruch ist ein anderer. Es geht um die absolute Weltspitze, wie Löw sagen würde. Und was das betrifft, ist der Nachschub seit dem WM-Gewinn 2014 ein wenig ins Stocken geraten.

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          Der Confed Cup mag einen großen Aufwand erfordern und Strapazen mit sich bringen, mit Folgen für einzelne Spieler und Vereine, die sich womöglich erst in der neuen Saison zeigen. Aber wenn sich am Ende doch der eine oder andere herauskristallisiert, der im Sommer 2018, bei der WM, für mehr Qualität und/oder Variabilität sorgt, hätte sich das ganze Unternehmen zumindest aus Sicht des Bundestrainers schon gelohnt. Ein Fehler und zugleich ungerecht wäre es jedoch, an jeden der deutschen Auftritte in den kommenden Wochen weltmeisterliche Ansprüche zu stellen. Von dieser Last des ständigen Vergleichs sollte man das überwiegend junge Team befreien. Dass es Lust und Hunger hat – das darf und muss man hingegen schon erwarten. Die ersten Prognosen stehen gut.

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