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Löw zum Torhüter-Streit : „Wir wollen diesen Konkurrenzkampf“

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Bundestrainer Joachim Löw Bild: dpa

Bundestrainer Joachim Löw hat den Zwist zwischen Manuel Neuer und Marc-André ter Stegen heruntergespielt. Auch Bayern-Trainer Niko Kovac empfindet das Thema als „zu heiß gekocht“.

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          Bundestrainer Joachim Löw hat den Torwart-Zwist zwischen seinem Kapitän Manuel Neuer und dessen Rivalen Marc-André ter Stegen heruntergespielt. „Wir alle können uns doch nur freuen, mit Manuel Neuer und Marc-André ter Stegen zwei Weltklassetorhüter zu haben. Auch Kevin Trapp und Bernd Leno sind zu außergewöhnlichen Leistungen in der Lage. Es ist doch klar, dass jeder einzelne ehrgeizig ist und auch spielen will. In der Nationalmannschaft brauchen und wollen wir diesen Konkurrenzkampf“, sagte Löw der „Bild“-Zeitung.

          Ter Stegen hatte Neuer vor der Partie seines FC Barcelona bei Borussia Dortmund (21.00 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zur Champions League und bei Sky) deutlich zurechtgewiesen. „Ich denke nicht, dass Manu etwas zu meinen Gefühlen sagen und diese bewerten muss. Seine Aussagen sind unpassend“, sagte der 27-Jährige. Ein klärendes Gespräch mit Neuer habe es noch nicht gegeben. In der Pressekonferenz vor dem Champions-League-Auftakt der Münchener gegen Roter Stern Belgrad am Mittwoch (ebenfalls 21.00 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zur Champions League und bei Sky) wollte sich der Kapitän der deutschen Nationalmannschaft nicht noch einmal zum Thema äußern. „Ich kann und werde dazu nichts mehr sagen. Es geht für mich nun um die Spiele, nicht nur mit der Nationalmannschaft, sondern auch mit dem FC Bayern.“ Bayern-Trainer Niko Kovac tat es dafür.

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          Er habe das Thema registriert, sagte Kovac, finde aber, dass es viel zu heiß gekocht werde. „Man sollte die beiden arbeiten lassen, denn beide machen einen richtig guten Job. Manuel ist in einer Top-Form.“ Ter Stegen, so Kovac weiter, sei auch ein „Welt-Welt-Weltklasse-Torwart“, aber leider gebe es in einer Fußballmannschaft nun mal nur einen Torhüter. „Feldspieler gibt es zehn.“

          Ter Stegen hatte seine unbefriedigende Reservisten-Rolle nach der jüngsten Reise zur Nationalmannschaft für die Spiele gegen die Niederlande (2:4) und in Nordirland (2:0) als „schweren Schlag“ bewertet. Neuer konterte: „Ich bin Mannschaftsspieler und denke immer an das Wohl der Mannschaft. Ich weiß nicht, ob das förderlich ist und uns das hilft. Auch wir Torhüter müssen zusammenhalten.“

          Auch Bundestorwarttrainer Andreas Köpke hatte auf die kritischen Aussagen der beiden Nationaltorhüter gelassen reagiert. Er habe „kein Problem“ damit, „denn da ist nichts unter die Gürtellinie gegangen“, sagte der 57-Jährige. Er könne „die Unzufriedenheit von Marc-Andre verstehen. Aber es ist nun mal eine Position, auf der wir stark besetzt sind und man leider nicht jedem Torhüter gerecht werden kann“, ergänzte Löws Assistent Köpke. Löw wiederum erneuerte seine Zusage, „dass auch Marc seine Chancen bei uns bekommen wird“. Bundestorwarttrainer Andreas Köpke und er „stehen zu unserem Wort“.

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