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Liverpool-Trainer Klopp : „Da war ich richtig stolz“

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„Ich bin ja schon seit langem ganz stolz auf die Burschen, aber das war noch mal ein außergewöhnlicher Moment“: Jürgen Klopp Bild: EPA

Auch der FC Liverpool zeigt Solidarität mit dem Protest nach dem Tod des Afroamerikaners George Floyd. Jürgen Klopp ist beeindruckt. Dazu kennt er nun das Datum, an dem er mit seinem Team Meister werden kann.

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          Liverpool-Trainer Jürgen Klopp ist beeindruckt, wie seine Spieler ihre Solidarität mit den Protesten nach dem Tod des Afroamerikaners George Floyd in den Vereinigten Staaten gezeigt haben. „Ich bin ja schon seit langem ganz stolz auf die Burschen, aber das war noch mal ein außergewöhnlicher Moment“, sagte Klopp dem Sender Sky. „Als ich sie da gesehen habe und dieses Foto gemacht wurde, da war ich richtig stolz, weil es einfach auch eine wichtige Message ist.“

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          Die Profis des Premier-League-Tabellenführers waren beim Training am Montag symbolisch am Anstoßkreis niedergekniet, um ihre Unterstützung für die weltweiten Proteste gegen Rassismus und Polizeigewalt zu zeigen. Ein Foto von der Aktion posteten Liverpool-Spieler wie Virgil van Dijk, Jordan Henderson und Trent Alexander-Arnold in sozialen Medien mit dem Kommentar „Einigkeit ist Stärke“ und dem Hashtag „Black Lives Matter“ (Schwarze Leben zählen).

          Die Initiative sei ganz spontan von den Spielern ausgegangen, sagte Klopp. „Wenn man sich unsere Mannschaft anschaut, wir haben Spieler aus Afrika, aus England usw. Es ist für uns schon so selbstverständlich, dass wir im ersten Moment gar nicht darüber nachgedacht haben, dass wir eine Message senden könnten“ erklärte der Coach. „Weil es völlig normal ist. Keinem war klar, dass wir das noch mal sagen müssen. Aber dann ist es den Jungs aufgefallen.“

          Liverpool könnte mit etwas Glück schon am 21. Juni englischer Fußballmeister werden. Die Premier League veröffentlichte am Freitag den neuen Spielplan für die noch ausstehenden Nachholspiele sowie die nächsten drei kompletten Spieltage bis Anfang Juli. Spitzenreiter Liverpool spielt am Sonntag, dem 21. Juni, beim Lokalrivalen FC Everton. Sollte der Titelverteidiger und Tabellenzweite Manchester City sein Auftaktspiel am 17. Juni gegen den FC Arsenal verlieren, wäre Liverpool mit einem Derbysieg Meister.

          Wegen der Coronavirus-Pandemie war die Premier-League-Spielzeit im März unterbrochen worden. Vorausgesetzt, alle Sicherheitsvorkehrungen sind bis dahin eingeführt, soll die Saison vom Mittwoch (17. Juni) an fortgesetzt werden. Den Auftakt machen die beiden Nachholspiele des 29. Spieltags. Zunächst treffen die beiden Aufsteiger Aston Villa und Sheffield United aufeinander. Anschließend empfängt Man City den FC Arsenal.

          Am Freitag darauf geht es mit dem 30. Spieltag weiter. Tottenham Hotspur mit Trainer José Mourinho hat dessen früherer Klub Manchester United zu Gast. Am Samstag spielen unter anderem Brighton & Hove Albion gegen den FC Arsenal und Watford gegen Leicester City, bevor am Sonntag das Liverpool-Derby ansteht, dessen Austragungsort noch offen ist. Alle Spiele finden zeitversetzt statt und werden live im britischen Fernsehen übertragen, einige sogar im Free-TV.

          Die Fußball-Frauenmannschaft des FC Chelsea mit der deutschen Nationaltorhüterin Ann-Katrin Berger ist unterdessen vorzeitig zum Meister der englischen Super League ernannt worden. Liverpool dagegen steht als Absteiger fest, während die Männer bald wohl Meister sind. Die Liga traf eine „Mehrheitsentscheidung“, wie es am Freitag hieß.

          Der FC Chelsea hat mit 39 Punkten in der Tabelle zwar einen Zähler Rückstand auf Manchester City mit der künftigen Wolfsburgerin Pauline Bremer – durch ein Spiel weniger jedoch das bessere Punkte-pro-Spiel-Verhältnis. Die Saison in Englands höchster Spielklasse wurde aufgrund der Corona-Pandemie Mitte März abgebrochen. Chelsea war in den bisherigen 15 Spielen der Saison als einziges Team unbesiegt mit zwölf Siegen und drei Unentschieden.

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