https://www.faz.net/-gtl-9umpy

Klopp träumt von Titel : „Es fühlt sich wirklich besonders an“

  • Aktualisiert am

Will Titel gewinnen mit dem FC Liverpool: Jürgen Klopp Bild: Reuters

Der deutsche Trainer kann mit seinem FC Liverpool etwas ganz besonderes schaffen. Gegner Flamengo Rio de Janeiro hofft dagegen auf eine Wiederholung eines legendären Spiels. Jürgen Klopp ist gewarnt.

          2 Min.

          Jürgen Klopp steht vor der nächsten Krönung. Das überragende Jahr 2019 mit dem Gewinn der Champions League im Juni und der aktuellen Dominanz in der englischen Premier League soll mit Liverpools ersten Titel bei einer Klub-Weltmeisterschaft am Samstag (18.30 Uhr/DAZN) gegen Flamengo Rio de Janeiro veredelt werden. „Wir sind hier, um zu gewinnen“, stellte Klopp vor dem Finale in der qatarischen Hauptstadt Doha klar. „Die Mannschaft will es, der Verein will es. Es fühlt sich wirklich besonders an.“

          Klopp wäre im Erfolgsfall der erste deutsche Trainer, der einen Klub-WM-Titel bejubeln dürfte. Doch der seit 2005 jährlich ausgetragene Wettbewerb habe in Europa nicht ansatzweise die Bedeutung wie beim Rest der Welt, bedauerte Klopp. „Ich würde diese Sichtweise gerne ein bisschen verändern. Für mich hat sie sich schon verändert, seitdem wir hier sind“, sagte der 52-Jährige. „Flamengo wurde mit dem klaren Auftrag hierher geschickt, zu gewinnen und als Helden zurückzukehren.“

          Gegen frühere Bundesliga-Profis

          Ob Sturm-Star Mohamed Salah und Co. zu Legenden am Samstag werden können? „Ich weiß es nicht“, antwortete Klopp. „Ich werde das in der Besprechung vor dem Spiel auch nicht verwenden. Das lenkt nur ab. Wenn Menschen über die Spieler nach deren Karriere denken, sie seien deswegen eine Legende – wunderschön.“

          Doch vorerst steht noch das Endspiel im Khalifa International Stadium, einem der geplanten WM-Stadien 2022, aus. Ein „sehr, sehr hartes Spiel“ erwarte der deutsche Coach gegen den brasilianischen Traditionsklub, bei denen die früheren Bundesliga-Profis Diego (Werder Bremen/VfL Wolfsburg), Rafinha (Schalke 04/Bayern München) und Stürmer Bruno Henrique (VfL Wolfsburg) wichtige Rollen spielen. „Sie sind ein gutes Team, aber wir sind auch nicht schlecht“, sagte Klopp.

          Das zeigten seine Spieler bislang eindrucksvoll. In der heimischen Premier League ist der FC Liverpool klarer Tabellenführer und noch unbesiegt. In der Champions League gelang der Sprung ins Achtelfinale. „Wir sehen uns nicht als unschlagbare Mannschaft“, erklärte Klopp. „Wir sind ein Team, das alles tut, um Spiele zu gewinnen.

          Gegner Flamengo, Copa-Libertadores-Sieger 2019, setzt dagegen auf die Vergangenheit. Damals, im Weltpokal-Finale 1981 im japanischen Tokio, gab „Fla“, wie der Klub genannt wird, vor allem dank Mittelfeld-Legende Zico dem FC Liverpool eine Lehrstunde. „Die Mannschaft machte sich unsterblich beim 3:0 gegen Liverpool“, erklärte der frühere Bayern-Stürmer Giovane Elber im Interview des Online-Portals „Sportbuzzer“. „Weltpokalsieger – ganz Brasilien feierte und jubelte wie beim Gewinn einer Weltmeisterschaft.“ Spielmacher Diego bekräftigte: „Wir träumen vom Titel.“

          Bei einem Erfolg der Südamerikaner wird es sicher eine große Siegesfeier geben. Sollte Klopp mit seiner Mannschaft den Klub-WM-Titel holen, fällt die große Sause indes aus. Boxing-Day wartet am kommenden Donnerstag in England und der nächste wichtige Auftritt für die spielgestressten Liverpool-Profis. Keine Busfahrt durch Liverpool, sondern ein Spiel bei Leicester City steht daher auf Klopps Sieges-Fahrplan.

          Weitere Themen

          Mitleid von Klopp – Ärger bei Tuchel

          Eurogoals: FAZ.NET mit DAZN : Mitleid von Klopp – Ärger bei Tuchel

          Liverpool kommt Titel immer näher. Tottenham siegt spektakulär. Erstes Tor für Özil. Ter Stegen rettet Barcelona sensationell. Juve siegt ohne Ronaldo. Tuchel nach 4:4 in Rage. Sehen Sie Europas Fußball-Wochenende im Video.

          Topmeldungen

          Je mehr Privatpatienten in einem Gebiet, desto mehr Ärzte lassen sich dort nieder. Aber liegt das am Geld oder am sozialen Umfeld?

          Gesundheitswesen : Abschaffung der Privatkassen soll Milliarden sparen

          Der Beitrag für jeden gesetzlich Versicherten könnte um 145 Euro im Jahr sinken, wenn die Privatkassen abgeschafft würden. Das behauptet eine Studie der Bertelsmann Stiftung. Beamte, Ärzte und Wissenschaftler halten die Berechnungen für hanebüchen.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.