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Eurogoals : Messis Traumtor und Draxlers Einlage

Ausgleich in letzter Minute: Lionel Messi trifft für Barcelona in Villarreal. Bild: Reuters

Barcelona verliert Platz zwei. Real hat einigen Grund zum Feiern. Sevilla-Stürmer gelingt Dreierpack. Draxler singt und trifft zum Einstand. Sehen Sie die Höhepunkte des Fußball-Wochenendes im Video.

          Bereits vor dem Spiel in Villarreal gab es für den FC Barcelona schlechte Nachrichten. Erst am Donnerstag verloren Lionel Messi und Co. gegen am Ende nur noch neun Spieler von Athletic Bilbao im Achtelfinal-Hinspiel des spanischen Pokal-Wettbewerbs 1:2. Danach ließ sich Verteidiger Gerard Piqué zu Verschwörungstheorien wegen zweier nicht gegebener Elfmeter hinreißen. Dazu kam die Unsicherheit bei Trainer Luis Enrique, dessen Vertrag im Sommer ausläuft. Zuletzt dachte er laut über ein mögliches Ende seiner Zeit in Barcelona nach.

          Tobias Rabe

          Verantwortlicher Redakteur für Sport Online.

          Und dann ist da noch der sportliche Lauf des Lieblingserzrivalen Real Madrid. Der Klub aus der Hauptstadt ist seit 39 Spielen ohne Niederlage und stellte Barcelonas Bestmarke ein. Die Katalanen brachten von ihrer schweren Aufgabe an diesem Wochenende nur einen Punkt aus Villarreal mit. Barça geriet gar in Rückstand, hatte dann Pech, als ein Handelfmeter nicht gegeben wurde und Messi den Pfosten traf, ehe der Argentinier in letzter Minute einen Freistoß traumhaft ins Tor setzte. Barcelona ist nun allerdings nur noch Dritter mit fünf Punkten Rückstand auf Real, das sogar noch ein Spiel weniger absolviert hat.

          Bei Spitzenreiter Real Madrid gab es schon vor der Partie etwas zu feiern. Zum einen präsentierten sich die „Königlichen“ erstmals als frischgebackener Sieger der Klub-WM vor den eigenen Fans. Zum anderen präsentierte Cristiano Ronaldo seinen vierten „Goldenen Ball“, eine Auszeichnung der Fachzeitschrift „France Football“. An diesem Montag hat er wohl wieder etwas zu feiern, denn der Portugiese gilt als klarer Favorit auf die Fifa-Wahl zum Weltfußballer des Jahres. Beim 5:0-Sieg über Kellerkind FC Granada traf der Europameister ein Mal, bereits zur Pause war die Partie entschieden.

          Im Schatten der Schwergewichte des spanischen Fußballs kam der FC Sevilla im Topspiel der Verfolger in San Sebastian zu einem unerwartet deutlichen 4:0-Sieg – und steht nun vor Barcelona. Die Andalusier zeigten dabei ihre ganze Klasse. Beim 0:1 profitierten sie noch von einem Torwartfehler, danach hatten die Gastgeber keine Chance mehr. Vor allem einer spielte sich bei Sevilla in den Vordergrund. Ben Yedder schoss drei Tore und bereitete eines vor. Der Franzose, der vor der Saison aus Toulouse kam, hat in allen Wettbewerben dieser Saison schon 15 Treffer erzielt.

          Auch Reals Stadtrivale Atlético kommt wieder ein wenig in Schwung nach einem kleinen Durchgänger vor Weihnachten. Beim 2:0-Sieg in Eibar hatte der Gegner von Bayer Leverkusen im Achtelfinale der Champions League zunächst Glück, dass der Schiedsrichter keinen Handelfmeter gegen Madrid gab. Danach brachte Saúl Ñíguez Atlético in Führung – allerdings aus Abseitsposition, die nicht vom Schiedsrichter geahndet wurde. Mit dem 2:0 beendete Antoine Griezmann seine Torflaute in der Primera División. Der Franzose hatte sechs Spiele in Serie nicht mehr getroffen.

          Bei Paris St.-Germain stand Julian Draxler am Samstag gleich drei Mal im Mittelpunkt. Zuerst musste er vor versammelter Mannschaft zum Einstand singen – und sorgte für viele Lacher. Dann wurde er beim Pokalspiel gegen den SC Bastia erstmals im Prinzenpark eingewechselt und mit einigem Applaus empfangen. Und schließlich gelang dem deutschen Nationalspieler, der für 42 Millionen Euro aus Wolfsburg gekommen war, beim 7:0-Sieg in seinem ersten Pflichtspiel für den französischen Meister auch noch ein sehr sehenswertes Tor. Dafür gab es sogar Sprechchöre von den Fans.

          Eine unangenehme Überraschung gab es indes für OGC Nizza. Der Tabellenführer der Ligue 1 verlor im Pokal beim Letzten FC Lorient. Das ersatzgeschwächte Team von Trainer Lucien Favre ging vor der Pause noch in Führung, verspielte diese ohne den gesperrten Mario Balotelli aber noch nach einem Doppelschlag der Hausherren. Nun kann sich Nizza ganz auf die Verteidigung der Spitzenposition in der französischen Liga konzentrieren. Denn nach dem Aus in der Europa League in einer Gruppe mit Schalke 04 folgte nun die Pleite im Coupe de France.

          In Portugal ist Benfica Lissabon auf dem besten Weg zum nächsten Titel. Bei Vitoria Guimaraes gewann der Meister 2:0 und baute seinen Vorsprung an der Tabellenspitze auf sechs Punkte aus. Dauerrivale FC Porto kam bei Pacos de Ferreira nicht über ein torloses Remis hinaus. Auch Sporting Braga und Sporting Lissabon haben schon einen Rückstand. Vor allem Borussia Dortmund dürfte mit Interesse auf die Entwicklung in der Primeira Liga schauen. Nachdem der BVB Sporting Lissabon in der Vorrunde der Champions League ausschaltete, kommt es im Achtelfinale zum Duell mit Benfica.

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