https://www.faz.net/-gtl-a3wn4

Kündigung des Stars : Messi gibt Fehler im Theater beim FC Barcelona zu

  • Aktualisiert am

Als habe es nie Streit gegeben: Lionel Messi lief am Sonntag wieder für den FC Barcelona auf. Bild: Reuters

Eigentlich wollte Lionel Messi längst weg sein. Doch der FC Barcelona ließ seinen Star trotz dessen Kündigung nicht gehen. Nun will Messi einen Schlussstrich unter das unsägliche Sommertheater ziehen.

          1 Min.

          Fast schon erwartungsfroh blickte Lionel Messi gen Himmel, auf seinen Schultern trug er das Trikot, das er so sehr liebt. Natürlich wählten sie dieses Foto des Weltfußballers, der nach Zeiten des Aufruhrs beim FC Barcelona zu beschwichtigen versucht. „Messi bittet um Frieden und Einheit“, titelte die katalanische Tageszeitung Sport in übergroßen weiß-gelben Lettern über dem Abbild des prägendsten Gesichts in Barcas Vereinsgeschichte. Der Kleinkrieg scheint vorbei.

          Messi hat offenbar genug von den Zwistigkeiten mit der Vereinsführung. Er wolle „nach all den Unstimmigkeiten gerne einen Punkt hinter die Sache machen“, sagte er im Interview mit Sport: „Wenn ich Fehler gemacht habe, dann nur, um Barca stärker und besser zu machen.“ Alles vergessen also. Messi will vor allem den Fans zu verstehen geben, dass sie sich nicht um ihn oder den Klub zu sorgen brauchen: Alle, die hinter dem FC Barcelona stünden, „müssen zusammenhalten. Das Beste wird noch kommen.“

          Die neuen Töne des 33-Jährigen überraschen durchaus. Noch vor wenigen Tagen stellte Messi die Barca-Bosse um Klub-Präsident Josep Maria Bartomeu auf Instagram öffentlich in den Senkel, weil sie seinen Chef-Adjutanten Luis Suarez recht unrühmlich zu Atletico Madrid abgeschoben hatten. Ohnehin ließ der neue Trainer Ronald Koeman nach der 2:8-Blamage im Viertelfinale der Champions League gegen Bayern München kaum einen Stein im Verein unangetastet.

          Messi wollte weg, nachdem ihm das totale Versagen in der Königsklasse bis ins Mark gegangen war. Auch der Abgang seiner Kumpel Arturo Vidal, Ivan Rakitic, Nelson Semedo traf ihn hart. Der Argentinier, dessen Vertrag 2021 ausläuft, hatte nach langem Gezeter nur aufgehört, auf einen Wechsel zu pochen, da ein Rosenkrieg mit seinem Herzensklub wohl unvermeidbar gewesen wäre. Und weil ihm viel liegt an den Menschen im Verein, der mehr als das sein will, gibt er nun auch öffentlich Ruhe.

          Sportlich hatte sowieso nie ein Zweifel daran bestanden, dass sich Messi in der spanischen La Liga für die Blaugrana zusammenreißen würde. Gleich beim Ligastart am vergangenen Wochenende traf er beim ungefährdeten 4:0 gegen den FC Villarreal per Foulelfmeter, weiter geht es am Donnerstag (21.30 Uhr) bei Celta Vigo. „Wer mich kennt, weiß, dass ich immer gewinnen will und auf dem Platz alles gebe“, sagte er. Und dann sprach er von der Verpflichtung, die er gegenüber „diesem Trikot und diesem Wappen“ empfinde. Dieses Verantwortungsgefühl sei „weiterhin intakt“. Es ist der Grund für den neuen Frieden, der fürs Erste herrscht.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Erklärt im Video : Warum Trump gegen die Briefwahl kämpft

          Wurde alles angekreuzt? Stimmt die Unterschrift? Ist die Post schnell genug? Bei Briefwahl kann viel schiefgehen. Kostet das Joe Biden den Wahlsieg in Amerika? Donald Trump hat jedenfalls einen Plan. Unser Video klärt auf.
          Ist mit sich immer noch im Reinen: Jeremy Corbyn.

          Antisemitismus bei Labour : Corbyn hat nichts gelernt

          Der frühere Chef von Labour, Jeremy Corbyn, ist aus seiner Partei geflogen, weil unter ihm Antisemitismus zum Normalzustand wurde. Corbyn Reaktion zeigt, dass er seine eigene Haltung und deren katastrophale Folgen nicht ansatzweise umreißt.
          Ein bisschen Heimat: Das koreanische Restaurant „Heidekrug“ am Oberurseler Waldrand.

          Koreanische Community : Little Seoul im Taunus

          In der Rhein-Main-Region lebt eine der größten koreanischen Communitys Europas. Städte wie Oberursel, Eschborn oder Kronberg bieten fast alles, was ihr Herz begehrt. Inklusive Kieferorthopädie auf Koreanisch.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.