https://www.faz.net/-gtl-8p6a5

Gala in Zürich : Messi kommt nicht zur Weltfußballerwahl

  • Aktualisiert am

Anfang 2016 ließ sich Lionel Messi (rechts) mit Carli Llyod noch als Weltfußballer in Zürich auszeichnen. Bild: Reuters

Den Goldenen Ball bekam er schon zuvor. Nun ist Cristiano Ronaldo auch der große Favorit auf den Titel des Weltfußballers 2016. Sein ärgster Rivale reist zur Gala gar nicht erst an.

          Lionel Messi und seine Teamkameraden vom FC Barcelona werden nicht an der Gala zur Kür des Fifa-Weltfußballers am Montag in Zürich teilnehmen. Damit verdichten sich die bereits vorher schon deutlichen Anzeichen, dass Cristiano Ronaldo am Abend (18.30 Uhr / Live bei Eurosport1) zum vierten Mal die Trophäe des Weltverbands erhalten wird. Die Vorbereitung auf das Rückspiel im spanischen Königspokal gegen Athletic Bilbao habe Priorität, teilten die Katalanen mit. Deshalb würden Messi & Co. nicht in die Schweiz reisen. Barcelona hatte das Hinspiel im Achtelfinale mit 1:2 auswärts verloren.

          Die Auszeichnung gibt es unter einem neuen Namen. In Zürich wird nicht mehr im Verbund mit der französischen Zeitung „France Football“ der Ballon d'Or vergeben, sondern der Gewinner bei den „The Best FIFA Football Awards“ als bester Profi 2016 gekürt. In der Siegerliste wird es keinen neuen Namen geben.

          Der Favorit: Cristiano Ronaldo hat keine Zweifel. Er ist der beste Fußballer der Welt. Und er holt sich dafür eine Trophäe nach der anderen ab. Platz zwei am Montagabend in Zürich wäre für den Portugiesen eine Pleite. 2016 war schließlich sein Jahr. Siege in der Champions League und bei der Klub-WM, dazu der ersehnte EM-Erfolg mit Portugal, der das ständige Scheitern im Nationaltrikot vergessen machte. Seine Tränen in der Finalnacht in Paris sind unvergessen. Stolz präsentierte er seine private Trophäensammlung an der Seite der Real-Legenden Zinedine Zidane, Ronaldo und Luis Figo auf dem Rasen des Estadio Bernabeu.

          Der Titelverteidiger: Lionel Messi war schon fünf Mal Weltfußballer. So oft wie kein anderer. Im Privatduell mit Cristiano Ronaldo dürfte es für den argentinischen Superstar diesmal kaum reichen – trotz des spanischen Meistertitels in der Primera Division. In der Champions League kam das Aus im Viertelfinale. Und im Nationaltrikot setzte es bei der Copa America Centenario wieder einmal eine bittere Finalniederlage. Anschließend wollte Messi nicht mehr für die Albiceleste spielen, hat diesen Entschluss aber korrigiert. Neben dem Platz war 2016 von der Verurteilung im Steuerprozess überschattet. Unter den Top drei steht er bei der Fifa-Wahl zum 10. Mal in Serie.

          Der Außenseiter: Antoine Griezmann könnte bei Franck Ribéry nachfragen. Oder bei Manuel Neuer. Die Bayern-Profis kamen bei den Weltfußballer-Wahlen 2013 und 2014 auf den dritten Rang – jeweils hinter den unbesiegbaren Cristiano Ronaldo und Lionel Messi. Bei der EM begeisterte der kleine Franzose die Grande Nation und wurde mit sechs Treffern Torschützenkönig. Mit Atlético Madrid stürmte er gegen den FC Bayern ins Finale, verlor dieses aber gegen Ronaldos Real. Kritiker der Wahl meinen, dass der dritte Rang angesichts der Übermacht der Superstars ohnehin das Beste ist, was ein Spieler erreichen kann, der nicht Messi oder Ronaldo heißt.

          Bis zum 22. November konnte gewählt werden. Dabei flossen zu gleichen Teilen die Stimmen der Spielführer und Cheftrainer von Nationalteams, einer ausgewählten Gruppe von Medienvertretern sowie erstmals auch Fans in das Ergebnis ein.

          Die deutschen Männer gehen auch bei der Wahl des Welttrainers leer aus, Silvia Neid darf sich nach dem Olympia-Triumph von Rio Hoffnungen auf ihre dritte Auszeichnung als Fifa-Welttrainerin machen. Melanie Behringer ist neben Brasiliens Marta und Carli Lloyd aus den Vereinigten Staaten noch im Rennen um die Trophäe als Weltfußballerin. Zudem werden noch der Puskás-Preis für das schönste Tor und ein Preis für die besten Fans vergeben, für den auch die Anhänger von Borussia Dortmund gemeinsam mit dem Anhang des FC Liverpool nominiert sind. Gekürt wird auch die FIFA FIFPro World 11.

          Weitere Themen

          „Beste Freunde gönnen einander alles“

          Mainz-Trainer Sandro Schwarz : „Beste Freunde gönnen einander alles“

          Als Profis spielten und wohnten Mainz-Trainer Schwarz und Gladbach-Coach Rose zusammen. Nun treffen sie in der Bundesliga aufeinander. Im Interview spricht Sandro Schwartz über Küsse auf die Wange, Patenkinder – und ein verschimmeltes WG-Schwimmbad.

          Der neue Manuel

          FAZ Plus Artikel: Torwart Alexander Nübel : Der neue Manuel

          Alexander Nübel gleicht in vielem seinem Vorgänger Manuel Neuer. Demnächst könnte die Schalker Nummer eins ihn sogar beim FC Bayern ablösen. Am Samstag treffen die beiden aufeinander.

          Topmeldungen

          Immer mehr, immer größer, immer schneller: Autos auf den Straßen von Berlin.

          Wandel der Mobilität : Augen auf vorm Autokauf!

          Ob Auto, Bahn oder Fahrrad – Mobilität ist individuell und abhängig von Bedürfnissen und Lebensumständen. Doch jeder sollte bereit sein, sich zu hinterfragen.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.