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Eurogoals : Nur Messi und Ronaldo sind in Clásico-Form

Vom Kampf um den Titel kann Manchester United nur träumen. Als Sechster liegen die „Red Devils“ elf Punkte hinter Chelsea. Dafür gab es eine Überraschung vor der Partie: Erstmals in dieser Saison stand Bastian Schweinsteiger im Kader. Dabei war der Weltmeister eigentlich aussortiert. Spielen durfte er beim 1:1 gegen West Ham United nicht – und war trotzdem näher am Spiel dran als sein Trainer. José Mourinho wurde, nachdem er mit einem sauberen Spannstoß eine Trinkflasche aus seiner Coaching Zone getreten hatte, auf die Tribüne verwiesen. Zlatan Ibrahimovic traf nur den Ball und erzielte den Ausgleich. Zu mehr reichte es trotz einer starken Leistung für Manchester aber nicht.

Das verrückteste Spiel der englischen Liga am vergangenen Wochenende fand aber in Wales statt. Swansea City als Letzter und Crystal Palace, auch im Tabellenkeller zu Hause, waren noch nicht durch hohe Fußballkunst aufgefallen. Doch ihr Duell bot große Unterhaltung und jede Menge Dramatik. Zur Pause stand es noch 1:1, doch dann nahm der Wahnsinn seinen Lauf. Am Ende hatten die Fans gar neun Tore gesehen. Das letzte beim 5:4-Spektakel fiel erst in der Nachspielzeit für Swansea durch den in der zweiten Halbzeit eingewechselten Stürmer Fernando Llorente.

Einen völlig gebrauchten Tag erwischte Juventus. Der italienische Meister verlor bei CFC Genua das Spiel und zwei Spieler: Abwehrchef Leonardo Bonucci musste mit einer Muskelblessur ausgewechselt werden, später erlitt Außenverteidiger Dani Alves einen Wadenbeinbruch. Der Brasilianer fällt lange aus. Dass der Spitzenreiter aus Turin 1:3 unterlag, lag vor allem an einem: Früh traf Giovanni Simeone doppelt – er ist der Sohn von Atlético-Madrid-Trainer Diego Simeone. Dazu unterlief Alex Sandro noch ein Eigentor. Und der später ausgewechselte Sami Khedira vergab frei aus vier Metern.

Zwar liegt Serienmeister Juventus in der Tabelle immer noch vorne, doch die Verfolger rücken näher. Atalanta Bergamo (2:0 beim FC Bologna) und Lazio Rom (1:0 bei US Palermo) liegen noch fünf Punkte zurück. Der Rückstand vom AC Mailand (4:1 beim FC Empoli) und AS Rom (3:2 gegen Pescara Calcio) beträgt vier Zähler. Dass der Klub aus der Hauptstadt auf Platz zwei liegt, hat er vor allem einem zu verdanken: Edin Dzeko erzielte einen ganz frühen Doppelpack. Damit hat der frühere Wolfsburger Bundesliga-Stürmer in 14 Spielen schon zwölf Tore erzielt – niemand ist in der Serie A derzeit besser.

Auf einen Dreikampf läuft das Titelrennen in Frankreich hinaus. Spitzenreiter OGC Nizza, dem 0:2 bei Schalke aus der Europa League ausgeschieden, AS Monaco, mit Bayer Leverkusen ins Achtelfinale der Champions League eingezogen, und Paris St. Germain sind der Konkurrenz davongezogen. Während der Klubs aus der Hauptstadt ohne Torwart Kevin Trapp in Lyon dank Edinson Cavanis Doppelpack 2:1 siegte, kam Nizza nur zu einem 1:1 gegen Bastia. Durch das 4:0 über Marseille schraubte Monaco sein Konto auf 43 Treffer in 14 Partien – ein starker Wert für die sonst eher torarmen Ligue 1.

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