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Französischer Liga-Auftakt : Paris kann auch ohne Neymar gewinnen

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Ein Herz für die Stadt der Liebe: Torschütze Angel di María grüßt jemanden auf der Tribüne. Bild: AP

Paris St. Germain ist erfolgreich in die Liga gestartet. Gegen Olympique Nîmes hatte das Team vom deutschen Trainer Thomas Tuchel auch ohne den vor einem Wechsel zu Real Madrid stehenden Superstar Neymar keine Mühe.

          Titelverteidiger Paris St. Germain hat auch ohne seinen abwanderungswilligen 222-Millionen-Euro-Mann Neymar einen erfolgreichen Start in die französische Fußball-Meisterschaft gefeiert. Die Mannschaft des deutschen Trainers Thomas Tuchel setzte sich am ersten Spieltag der französischen Ligue 1 3:0 (1:0) gegen Olympique Nîmes durch.

          Für Paris trafen: Uruguays Nationalspieler Edinson Cavani (24. Minute/Handelfmeter), Kylian Mbappé (56.) nach Zuspiel des früheren Bayern-Profis Juan Bernat und Angel di Maria (69.) fünf Minuten nach seiner Einwechslung. Bei PSG standen noch mit den deutschen Nationalspielern Thilo Kehrer, der in der 75. Minute angeschlagen ausgewechselt werden musste, und Julian Draxler sowie dem aus Dortmund gekommenen Abdou Diallo insgesamt vier ehemalige Bundesligaprofis in der Startelf.

          Neymar stand dagegen nicht im Aufgebot des Gastgebers. PSG-Sportdirektor Leonardo hatte vor dem Anpfiff die Spekulationen über eine Rückkehr des brasilianischen Superstars zum FC Barcelona oder einen Wechsel zu Real Madrid neu angeheizt. Leonardo sprach von „Diskussionen“, die „weiter fortgeschritten“ seien als vorher. Zahlreiche spanische Sportgazetten berichteten am Sonntag, ein Transfer Neymars zu den Königlichen stehe kurz bevor. „Barça – Madrid: Letzte Schlacht um Neymar“, titelte „Sport“. Die gewöhnlich gut informierte „Marca“ schrieb, es könne sich nur noch um Wochen handeln, bis Neymar offiziell zum Kader des spanischen Rekordmeisters gehöre. Bedingung sei aber, dass vorher Gareth Bale, Mariano und James verkauft würden, um „Platz in der Umkleidekabine zu schaffen“ und Bargeld in den Kassen zu haben, um nicht nur den teuren Wechsel, sondern auch das hohe Gehalt Neymars bezahlen zu können.

          Es sei wichtig, „schnell eine Entscheidung zu treffen“, sagte Leonardo am Samstag über die Personalie Neymar. Der brasilianische PSG-Sportdirektor bezeichnete die Gespräche, ohne Real Madrid namentlich zu erwähnen, als „effektiv“. Dass er Neymar vor möglichen Verletzungen schütze wolle, stritt Leonardo nach Angaben der französischen Tageszeitung „Le Parisien“ ab. Real-Präsident Florentino Pérez will dem Offensivspieler nach Angaben der Zeitung „Sport“ im Falle eines Wechsels 40 Millionen Euro netto pro Jahr zahlen. Das übersteigt Medien zufolge das derzeitige Gehalt Neymars bei Paris Saint-Germain (rund 36 Millionen Euro) und würde den 27 Jahre alten Brasilianer zur Nummer zwei der bestbezahlten Fußball-Profis der Welt machen. Nur Lionel Messi vom FC Barcelona bekommt laut „Sport“ noch mehr Gehalt. Bereits vor wenigen Tagen hatten spanische Medien berichtet, Real habe PSG ein Angebot von 120 Millionen Euro für den wechselwilligen Angreifer gemacht und dem Verein zusätzlich einen Transfer von Weltfußballer Luka Modric in Aussicht gestellt.

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