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Ligapokal : Klose spielt gegen seine Vergangenheit

  • Aktualisiert am

Angeblich „total entspannt”: Vereinswechsler Klose Bild: ddp

„Es war ja klar, dass wir irgendwann gegen Bremen spielen müssen - je früher, desto besser“, sagte Miroslav Klose vor dem Duell gegen seinen früheren Verein. 25 Tage nach Kloses Wechsel tritt der FC Bayern gegen Werder Bremen im Ligapokal an.

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          Äußerlich gab Miroslav Klose vor dem heißen Duell gegen seinen früheren Verein Werder Bremen den Coolen, doch innerlich dürfte es beim Stürmerstar brodeln. 25 Tage nach seinem Wechsel zum deutschen Fußball-Rekordmeister Bayern München will der WM-Torschützenkönig mehrere Verbalattacken aus Bremen an diesem Samstag im Ligapokal (18.00 Uhr/Sat.1/Premiere) mit Toren kontern.

          „Es ist doch unwichtig, was andere Spieler aus Bremen über Miro sagen. Am besten ist es immer, eine Antwort auf dem Platz zu geben“, sagte Bayern-Trainer Ottmar Hitzfeld. Er freut sich über das schnelle Wiedersehen des Nationalspielers mit dessen ehemaligem Club. „Für uns und für Miro ist das ein guter Test. Es ist einige Brisanz im Spiel.“

          Treffen auf neutralem Boden

          Klose war ein großer Streitfall in der Bundesliga-Sommerpause. Erst wurde wochenlang um Wechsel und Ablöse gefeilscht, dann ließen Torsten Frings & Co. verbale Spitzen gegen den Angreifer folgen, der sich selbst angeblich „total entspannt“ fühlte. „Es war ja klar, dass wir irgendwann gegen Bremen spielen müssen - je früher, desto besser“, sagte Klose, der vor der Partie noch mit seinen früheren Mannschaftskameraden telefonierte.

          Das nächste Ehemaligentreffen hat er auch schon fest im Visier: Am 18. August stehen sich beide Teams in der Bundesliga gegenüber. Bei der Bundesliga-Partie in vier Wochen im schon ausverkauften Weserstadion dürfte Klose ein Pfeifkonzert erwarten, beim Spiel am Samstag in Düsseldorf wird es darauf nur einen kleinen Vorgeschmack geben. „Es ist nicht so schlecht, dass wir auf neutralem Boden spielen“, meinte der 29 Jahre alte Stürmer. Klaus Allofs rief die Fans zur Besonnenheit auf. „Wenn sie sich die ganze Zeit von Miro ansehen, dann müssen sie ein positives Fazit ziehen“, betonte der Bremer Manager.

          Carlos Alberto wartet auf Freigabe

          Trotz der Brisanz hat Hitzfeld nach dem Ausfall von Luca Toni, dem Fehlen der noch länger verletzten Lukas Podolski und Jan Schlaudraff sowie von Urlauber Roque Santa Cruz keine sonderlich große Sorge um die Gesundheit des derzeit einzig einsatzfähigen Stürmers aus seinem Profi-Kader. „Fußballspieler haben untereinander ein gutes Verhältnis. Ich glaube, dass das Spiel in einem geregelten Rahmen durchgeführt wird“, sagte der Bayern-Trainer.

          Während bei den ohne den verletzten José Ernesto Sosa spielenden Bayern in dieser Woche Mark van Bommel und Franck Ribéry angeschlagen waren, war bei der Werder-Truppe der Einsatz des 7,8 Millionen Euro teuren Carlos Alberto fraglich. Der Brasilianer wartete am Freitag noch auf seine internationale Freigabe. Auch wenn beide Seiten drei Wochen vor dem Liga-Start noch nicht in Top-Form sind, wollen sie ein Zeichen für die neue Saison setzen - und haben zudem die Chance, am Rande des Spiels Unstimmigkeiten der vergangenen Wochen auszuräumen. „Im Ligapokal kann man Moral und Selbstbewusstsein stärken. Wenn wir Bremen schlagen, wissen die: Mit Bayern ist in diesem Jahr zu rechnen“, sagte Hitzfeld vor dem Start in den mit 5,2 Millionen Euro dotierten Wettbewerb. „Der Ligapokal ist noch kein Gradmesser für die Meisterschaft“, entgegnete Allofs.

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