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„Liga total Cup“ : Bayern patzt, Dortmund schon meisterlich

  • Aktualisiert am

Ausgebremste Bayern: Hier bremst Jarolim den Münchner Gustavo Bild: dapd

Das erhoffte Finale zwischen Borussia Dortmund und Bayern München beim „Liga total Cup“ ist geplatzt. Während der BVB beim 1:0 gegen Mainz 05 schon meisterliche Frühform nachwies, kassierten die Bayern ein 1:2 gegen den Hamburger SV.

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          Der Hamburger SV und der deutsche Fußball-Meister Borussia Dortmund bestreiten das Endspiel um den „Liga total Cup“. Im Halbfinale setzte sich der verjüngte HSV am Dienstagabend überraschend mit 2:1 (2:0) gegen den deutschen Rekordmeister Bayern München durch. Das erhoffte Gipfel-Treffen zwischen Bundesligameister Borussia Dortmund und Branchenprimus Bayern München ist dadurch geplatzt.

          Son Heung-Min (7./30.) war mit seinen beiden Treffern vor rund 30.900 Fans in der Partei Bayern München gegen den Hamburger SV der Matchwinner. Die Bayern, die mit Ausnahme der Neuzugänge Jerome Boateng und Rafinha alle Stars dabei hatten, wurden schon früh kalt erwischt. Nach einer zu kurzen Abwehr von Nationaltorhüter Manuel Neuer schoss Son aus spitzem Winkel zur überraschenden HSV-Führung ein.

          Der Favorit mühte sich danach vergeblich um den Ausgleich. Franck Ribéry (10.) und Arien Robben (14.) vergaben die besten Möglichkeiten vor der Pause. Auf der Gegenseite scheiterte Gökhan Töre (27.) an Neuer. Sekunden vor der Pause machte es Son nach feiner Vorarbeit von Dennis Diekmeier aus Nahdistanz besser.

          Hamburg vor Bayern: Mancienne vor Gomez

          Die Münchner waren zwar spielbestimmend, gingen jedoch fahrlässig mit ihren wenigen Chancen um. Mario Gomez (42.) köpfte den Ball über das Gebälk, viel mehr hatte der Rekordmeister in der Offensive nicht zu bieten. Erst am Ende der Partie mussten die Hamburger noch einmal zittern, doch das Anschlusstor von Toni Kroos (57.) kam zu spät.

          Die Münchner können am Mittwoch (18.45 Uhr) im Spiel um Platz 3 gegen Mainz nur noch den Trostpreis gewinnen. Anschließend peilt der BVB, für den Neuzugang Ivan Perisic (33.) den Sieg sicherstellte, gegen den HSV (20.30 Uhr) die erste Trophäe der bevorstehenden Saison an. Beide Teams treffen am 5. August im Eröffnungsspiel der 49. Bundesliga-Spielzeit erneut aufeinander.

          Dortmund schon in meisterlicher Frühform

          Mit einer meisterlichen Vorführung ist Borussia Dortmund ins Finale des „Liga total Cups“ gestürmt. Dank eines Treffers von Neuzugang Ivan Perisic (33. Minute) setzte sich der BVB am Dienstag gegen den FSV Mainz 05 verdient mit 1:0 durch und verdarb dem Gastgeber damit die sportliche Premiere vor rund 30.000 Fans im neuen Stadion. Im Endspiel trifft Dortmund am Mittwoch auf den Sieger des zweiten Halbfinales zwischen Rekordmeister Bayern München und dem Hamburger SV.

          BVB-Trainer Jürgen Klopp musste auf eine Reihe von Leistungsträgern wie Sturm-Ass Lucas Barrios (Copa America) sowie die angeschlagenen Lars Bender, Marcel Schmelzer und Jakub Blaszczykowski verzichten. Zu allem Überfluss schied Manndecker Neven Subotic zur Halbzeit der auf 2 x 30 Minuten verkürzten Partie mit einer Gehirnerschütterung aus. Subotic sollte über Nacht zur Beobachtung in der Mainzer Uniklinik bleiben. „Personell gehen wir schon wieder auf dem Zahnfleisch. Auch Mario Götze hat einen Schlag auf den Knöchel bekommen und ich habe nur 18 Feldspieler dabei“, sagte BVB-Trainer Jürgen Klopp.

          Trotz der Personalprobleme diktierte der Meister klar das Geschehen und bot teilweise recht ansehnlichen Angriffs-Fußball. Mario Götze hätte den BVB früh in Führung bringen können, doch der Jung-Nationalspieler traf in der 4. Minute aus 17 Metern nur den Pfosten. Die Mainzer konnten in ihrem neuen Schmuckkästchen kaum Offensivakzente setzen. Dem neu formierten Team von Trainer Thomas Tuchel fehlte die Präzision im Spielaufbau. Lediglich bei einem Distanzschuss von Andreas Ivanschitz (27.) strahlte der Europa-League-Teilnehmer, der schon in neun Tagen in der Qualifikation ran muss, Gefahr aus.

          Dortmund erspielte sich dagegen schon vor der Pause einige gute Gelegenheiten, Perisic (25.) und Götze (26.) scheiterten aber an FSV-Keeper Heinz Müller. Shinji Kagawa verfehlte das Tor. Kurz nach dem Wechsel traf dann Perisic nach Flanke von Götze per Kopf. Mainz kam in der Folge kaum noch zu eigenen Aktionen und hätte durchaus noch höher verlieren können. Der eingewechselte Dortmunder Chris Löwe (49.) traf aus 25 Metern aber nur die Latte.

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