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DFB-Pokal : Leverkusen und Leipzig entkommen dem Abgrund

  • Aktualisiert am

Erleichterung: Leverkusen erreicht das Achtelfinale Bild: dpa

Bayer Leverkusen und RB Leipzig sind fast draußen - und erreichen doch noch das Achtelfinale des DFB-Pokals. Freiburg, Braunschweig, Hoffenheim und Wolfsburg haben es leichter.

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          Mit Elfmeterglück hat Champions-League-Starter Bayer Leverkusen eine drohende Zweitrunden-Pleite im DFB-Pokal abgewendet. Die Werkself gewann am Mittwochabend in Unterzahl mit 5:4 im Elfmeterschießen beim Viertligisten 1. FC Magdeburg und zog ins Achtelfinale des lukrativen Wettbewerbs ein, das in den Top-Spielen des Spieltags Borussia Mönchengladbach mit einem 2:1-Sieg in Frankfurt und der FC Bayern mit einem 3:1 beim HSV deutlich souveräner erreichten.

          Zum Leverkusener Helden des Abends wurde Bayer-Keeper Bernd Leno, der drei Schüsse parieren konnte. Die Führung der Gäste durch einen Freistoß des Spezialisten Hakan Calhanoglu (3. Minute) hatte Christoph Siefkes (28.) vor 23 855 Zuschauern in der MDCC-Arena für die einsatzfreudigen Magdeburger ausgeglichen. In der Verlängerung markierte Kyriakos Papadopoulos (115.) nach dem 2:1 für den SCM durch Nicklas Brandt (111.) den Endstand. Nach der Roten Karte gegen Heung-Min Son wegen einer Tätlichkeit (78.) musste Bayer die Partie zu zehnt beenden.

          Wolfsburg und Hoffenheim souverän

          Der VfL Wolfsburg hat seinen Höhenflug mit einem souveränen Pokalsieg gegen den 1. FC Heidenheim fortgesetzt. Durch das 4:1 (2:1) am Mittwochabend gegen den Zweitliga-Sechsten steht das Team von Trainer Dieter Hecking zum dritten Mal in Serie im Achtelfinale des DFB-Pokals. Daniel Caligiuri (28. Minute), Bas Dost (43.) und zweimal Luiz Gustavo (65./78.) schossen den fünften Pflichtspielsieg des Bundesliga-Dritten hintereinander heraus. Für Heidenheim traf lediglich Zweitliga-Topscorer Marc Schnatterer (12.).

          Edeltechniker Roberto Firmino hat die TSG 1899 Hoffenheim ins Achtelfinale des DFB-Pokals geführt. Wenige Tage nach seiner erstmaligen Berufung in die „Seleção“ glänzte der Brasilianer am Mittwochabend beim 5:1 (2:0) gegen den Fußball-Zweitligisten FSV Frankfurt als Vorbereiter und Vollstrecker. Vor 11 441 Zuschauern leitete der 23-Jährige zunächst die Treffer von Sven Schipplock (23. Minute) und Yannik Vestergaard (45.+3) ein, ehe er mit einem Traumtor per Fallrückzieher in der 57. Minute für die Entscheidung sorgte und seine überragende Leistung in der Schlussminute mit dem 5:1 krönte. Auch das vierte Tor durch den gerade eingewechselten Anthony Modeste (72.) und der Frankfurter Ehrentreffer von André Schembri (80.) hatten nur noch statistischen Wert.

          Freiburg weiter

          Fußball-Bundesligaklub SC Freiburg hat sich im DFB-Pokal keine Blöße gegeben und das Achtelfinale erreicht. Die krisengeschüttelten Breisgauer gewannen am Mittwochabend mit 5:2 (1:1) beim Zweitliga-Schlusslicht 1860 München. Mann des Abends für den SC war Admir Mehmedi mit drei Toren (59./64./89 Minute). Jonathan Schmid schoss den vierten Freiburger Treffer (84.). Valdet Rama hatte die Löwen mit 1:0 in Führung gebracht (15.), Rubin Okotie mit dem 2:3 kurzfristig für Hoffnung gesorgt (68.).

          Bundesliga-Absteiger Eintracht Braunschweig gewann beim Viertligisten Würzburger Kickers durch das Tor von Havard Nielsen (78.) mit 1:0. Eintracht Braunschweig hat die Pflichtaufgabe in Würzburg  mit Mühe gelöst und ist ins Achtelfinale eingezogen.Der Bundesliga-Absteiger gewann beim Fußball-Viertligisten Würzburger Kickers am Mittwochabend 1:0 (0:0). Vor 11 240 Zuschauern in der ausverkauften Würzburger Arena erzielte Havard Nielsen in der 78. Minute den entscheidenden Treffer für die Gäste. Die Amateure aus Unterfranken schlugen sich wacker, konnten der Eintracht aber viel zu wenig zusetzen. Zudem hatten die Franken Pech: Den vermeintlichen Ausgleich von Kickers-Torjäger  Christopher Bieber (86.) ließ Schiedsrichter Robert Kampka zunächst zählen, nahm das 1:1 nach Diskussionen mit seinem Assistenten aber wieder zurück.

          Leipzig rettet sich vom Abgrund

          RasenBallsport Leipzig hat ein fast verloren geglaubtes Spiel gedreht und erstmals in der Clubgeschichte das Achtelfinale im DFB-Pokal erreicht. Im Duell der sächsischen Fußball-Zweitligisten setzten sich die Leipziger am Mittwochabend gegen den FC Erzgebirge Aue mit 3:1 (0:1, 1:1) nach Verlängerung durch. Vor 28 419 Zuschauern lenkte Lukas Klostermann in der 20. Minute eine Hereingabe von Aues Kapitän René Klingbeil ins eigene Tor. Erst in der Nachspielzeit gelang Yussuf Poulsen der Ausgleich und damit die Verlängerung. In der 98. Minute verwandelte Dominik Kaiser einen Foulelfmeter, ehe Terrence Boyd (108.) mit seinem ersten Pflichtspieltor für RB alles klar machte.

          Bild: dpa

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