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Leroy Sané : Verständnis für Löw

  • Aktualisiert am

Mitgefühl auch mit seinen Schalkern: Leroy Sané nach dem Spiel mit dem Schalker Hamza Mendyl. Bild: AP

Leroy Sané glaubt an einen „Neuanfang“ in der Nationalmannschaft unter Bundestrainer Joachim Löw. Der Stürmer von Manchester City fühlt mit den aussortierten Spielern mit, vertraut aber dem Plan von Löw.

          Jungstar Leroy Sane hat für die Ausbootung der Fußball-Weltmeister Thomas Müller, Mats Hummels und Jerome Boateng durch Bundestrainer Joachim Löw Verständnis gezeigt. „Es wird ein Neuanfang“, sagte der 23-Jährige nach dem 7:0 mit Manchester City in der Champions League gegen seinen alten Klub Schalke 04. „Wir werden das gut hinkriegen. Der Trainer hat einen Plan, das müssen alle akzeptieren.“

          Allerdings fühlt der Außenstürmer nach eigenen Worten mit dem aussortierten Trio mit. „Es ist immer hart für jeden, egal in welchem Alter“, sagte er, „die Drei haben viel für das Land getan und einiges gewonnen.“ Sie würden in Zukunft fehlen, weil sie noch immer auf „sehr gutem Niveau“ spielten.

          Dass Löw künftig auf ihn zählen kann, bewies Sane gegen Schalke eindrucksvoll. Mit einem Tor und drei Vorlagen war er der überragende Spieler auf dem Platz und bekam von seinem Teammanager Pep Guardiola ein Sonderlob: „Es ist niemand sonst auf der Welt mit diesen Qualitäten zu finden.“

          Schalke schwindlig gespielt

          Mit dem Tor zum 3:0 (42.) und den Vorlagen zu den Treffern von Raheem Sterling (56.), Bernardo Silva (71.) und Phil Foden (78.) hatte Sane seinen ehemaligen Klub fast im Alleingang schwindelig getanzt. "Ich versuche, jede Minute auf dem Platz zu genießen", sagte der 23-Jährige, der nach Anlaufproblemen in der ersten halben Stunde nicht nur Guardiola, sondern mit Sicherheit auch Bundestrainer Joachim Löw begeisterte.

          Löw hatte vor einer Woche Müller, Hummels und Boateng endgültig aus der Nationalmannschaft gestrichen. Dafür hatte er viel Kritik einstecken müssen. Vor allem die Art der Ausbootung war ihm vorgeworfen worden.

          Sané kennt Ausbootungen

          Sané wiederum war im vergangenen Jahr vor der WM in Russland von Löw in der letzten Nominierungsrunde aus dem Kader gestrichen worden. Nach dem Vorrunden-Aus wurde er zum Symbol für Löws vermeintliche Fehlplanung. Gerade ein  Spieler mit Sanés Schnelligkeit und den Stärken als Vorbereiter und Torjäger fehlte dem deutschen Team.

          Am Dienstagabend zeigte er nun auch Mitgefühl für seinen früheren Klub. „Wir wissen natürlich, wie die Situation derzeit bei Schalke ist. Da ist es immer schwer, nach einem Gegentor weiter hart zu kämpfen“, sagte er. „"Es tut mir heute noch mehr weh als nach dem Hinspiel.“

          Einen Abstieg seines brutal abgestürzten ehemaligen Klubs kann er sich allerdings nicht vorstellen: "Es ist ein sehr großer Verein, der in die Bundesliga gehört. Deswegen hoffe ich, dass sie noch die Kurve kriegen."

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