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Fußball in England : Leicester vergibt den ersten Matchball

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Meister auf dem Sofa? Gefeiert wird bei Leicester City frühstens am Montag. Bild: AP

Nach dem Remis bei Manchester United muss Leicester noch auf die Meisterfeier warten. Doch am Montag könnte es schon soweit sein. Ganz andere Sorgen haben Liverpool und Jürgen Klopp.

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          Leicester City hat die erste Chance auf den Gewinn der englischen Fußball-Meisterschaft vergeben – und könnte trotzdem am Montag als Sensationsmeister feststehen. Das Team von Trainer Claudio Ranieri erkämpfte sich am Sonntag in der Premier League ein 1:1 (1:1) bei Rekordmeister Manchester United und hat nun acht Punkte Vorsprung auf Verfolger Tottenham Hotspur.

          Sollte der Tabellenzweite am Montag das Londoner Derby beim FC Chelsea nicht gewinnen, heißt der englische Champion erstmals Leicester City. „Ich würde das Spiel gerne gucken, allerdings bin ich auf dem Rückflug aus Italien und werde das Resultat wohl erst erfahren, wenn ich gelandet bin“, berichtete Leicester-Coach Ranieri nach dem Unentschieden. „Das 1:1 ist ein gerechtes Ergebnis. Für uns ist nun wichtig, jetzt normal weiterzuarbeiten.“

          Ohne den weiterhin verletzten DFB-Kapitän Bastian Schweinsteiger hatten die Gastgeber in der Anfangsphase deutlich mehr vom Spiel. Bereits nach acht Minuten traf Anthony Martial zur Führung. „Wir waren in der ersten Viertelstunde zu ängstlich“, begründete Ranieri die Zurückhaltung seiner Elf. Die Gäste mit dem deutschen Abwehrspieler Robert Huth kamen erstmals in der 17. Minute gefährlich nach vorne und waren sofort erfolgreich. Kapitän Wes Morgen köpfte nach einem Freistoß den 1:1-Ausgleich.

          Leicester fand ohne den gesperrten Torjäger Jamie Vardy erst in der zweiten Hälfte besser in die Partie, kam allerdings nicht zu hochkarätigen Torchancen. Vier Minute vor dem Ende musste zudem Daniel Drinkwater mit Gelb-Rot vom Platz und fehlt am kommenden Sonntag im Heimspiel gegen den FC Everton. Der Tabellenfünfte hatte Glück, dass der Schiedsrichter einen Faustschlag von Marouane Fellaini an Huth nicht ahndete. „Das war nicht gut von ihm“, sagte Ranieri.

          Trainer Claudio Ranieri steht vor dem größten Erfolg seiner Karriere.
          Trainer Claudio Ranieri steht vor dem größten Erfolg seiner Karriere. : Bild: dpa

          Manchester City hatte mit einer B-Elf beim 2:4 (1:2) keine Chance beim FC Southampton. Im Hinblick auf das Halbfinal-Rückspiel in der Champions League bei Real Madrid am Mittwoch schonte Trainer Manuel Pellegrini zahlreiche Leistungsträger. Die Citizens rutschten auf
          Rang vier, drei Zähler hinter Arsenal. Sadio Mané (28./57./68.) mit einem Dreierpack und Shane Long (25.) waren für Southampton erfolgreich, Kelechi Iheanacho (42./78.) traf für die Gäste.

          Durch den Southampton-Sieg rutschte Jürgen Klopp und der FC Liverpool nach dem 1:3 (0:2) bei Swansea City auf Rang acht ab und müssen um einen internationalen Startplatz bangen. „Die Leistung war nicht gut genug. Wir haben verdient verloren“, stellte Klopp fest.

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          Leicester vor Titelgewinn : Fußball-Wunder gibt es immer wieder

          Er veränderte im Vergleich zum 0:1 im Halbfinal-Hinspiel der Europa League beim FC Villarreal seine Elf auf acht Positionen. Die Folge: Die Gastgeber dominierten in der ersten Halbzeit und gingen durch den ghanaischen Nationalspieler André Ayew (20. Minute) und Jack Cork (33.) mit 2:0 in Führung. Kurze Hoffnung kam auf in der 65. Minute, nachdem Christian Benteke auf 1:2 verkürzen konnte. Zwei Minuten später stellte Ayew den alten Abstand wieder her. Liverpool-Profi Brad Smith sah zudem nach 77 Minuten Gelb-Rot.

          Der FC Arsenal bleibt durch einen glanzlosen 1:0-Erfolg über Abstiegskandidat Norwich City auf Champions-League-Kurs. Für mehr Aufsehen als der Treffer durch Danny Welbeck (59.) sorgten einige hundert Arsenal-Fans, die mit Plakaten die Trennung vom langjährigen Trainer Arsène Wenger forderten. Mit „Time for Change“-Schildern demonstrierten sie für einen Neuanfang beim Klub von Mesut Özil und Per Mertesacker, der am Samstag aufgrund einer Oberschenkelverletzung vorzeitig vom Platz musste.

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