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Kurioses bei Real-Madrid-Spiel : Leerer Video-Raum sorgt für großes Rätsel

  • Aktualisiert am

Tor? Oder nicht? Beim Spiel von Real Madrid sorgt der Videobeweis für ein Kuriosum. Bild: Reuters

Der Videobeweis ist um ein Kuriosum reicher. Ein Gegentor für Real Madrid wird aberkannt. Doch von wem überhaupt? Der im TV gezeigte Raum mit den Assistenten des Schiedsrichters ist völlig verwaist.

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          Beim 4:1-Sieg von Real Madrid bei Real Valladolid fand der Höhepunkt des Spiels am Sonntagabend nicht unbedingt auf dem Rasen statt. Für viele Lacher und großes Rätselraten sorgte eine Einblendung des spanischen Fernsehens, als ein Tor der Gastgeber durch Sergi Guardiola in der 14. Minute per Videobeweis aberkannt wurde. Bei der Liveübertragung wurde nämlich in dem Augenblick ein leerer Videoassistenten-Raum gezeigt. In den sozialen Netzwerken wurde spöttisch gefragt: „Siesta?“ oder „Wer hat das Tor aberkannt?“. „Surreal“, schrieb die Zeitung „ABC“. Die Auflösung erfolgte in der Halbzeit: Der für die Übertragung zuständige Anbieter Movistar erklärte, im Fußballverbandsgebäude in Madrid, von wo aus das VAR-System gesteuert wird, gebe es zwei Räume für die Videoschiedsrichter. Man habe einfach den falschen Raum eingeblendet und entschuldige sich dafür, hieß es.

          Fünf Tage nach dem Aus in der Champions League durch eine 1:4-Heimpleite gegen Ajax Amsterdam hatte der gescheiterte Königsklassen-Titelverteidiger um Nationalspieler Toni Kroos in Valladolid in der ersten Halbzeit viel Glück. Ruben Alcaraz (12.) schoss zunächst einen Foulelfmeter weit über das Tor von Gäste-Keeper Thibaut Courtois. Zwei Treffer der Gastgeber wurden anschließend wegen Abseitspositionen nicht anerkannt. Die Führung der Gastgeber durch Anuar (29.) glich Raphael Varane (34.) aus. Karim Benzema traf vor gut 20 000 Zuschauern nach der Pause doppelt (51./Foulelfmeter/59. Minute). Der kroatische Vize-Weltmeister Luka Modric (85.) sorgte für den Endstand. Real, das mit vielen Ersatzleuten antrat, ist in der Liga weiter Dritter mit zwölf Punkten Rückstand auf Spitzenreiter FC Barcelona.

          Reals Kapitän Sergio Ramos hat derweil die Schuld an der „zutiefst enttäuschenden“ Saison der Königlichen auf sich genommen. „Die jüngsten Ereignisse waren verheerend, und ich verstecke mich nicht. Wir Spieler sind in erster Linie verantwortlich und ich als Kapitän mehr als jeder andere“, schrieb Spaniens Fußball-Weltmeister von 2010 bei Twitter. Nach dem überraschenden Champions-League-Aus des Titelverteidigers war es offenbar zu einer lautstarken Auseinandersetzung zwischen Präsident Florentino Perez und Ramos gekommen. „Themen der Kabine werden nur in der Kabine diskutiert und gelöst“, kommentierte Ramos den Vorfall knapp.

          „War die Gelbe Karte in Amsterdam ein Fehler? Absolut war es ein Fehler und ich nehme die Schuld zu 200 Prozent auf mich“, schrieb Ramos, der die 1:4-Niederlage gegen Ajax Amsterdam im Achtelfinal-Rückspiel gesperrt von der Tribüne aus verfolgte. Beim 2:1-Sieg im Hinspiel hatte sich der Innenverteidiger absichtlich eine Gelbe Karte abgeholt, um in einem möglichen Viertelfinale dabei zu sein. Die Europäische Fußball-Union (Uefa) sperrte den 32-Jährigen daraufhin für zwei Europacupspiele. In der Liga verspielte Real durch die Niederlage gegen den Erzrivalen FC Barcelona die letzten Chancen auf die Meisterschaft und liegt zwölf Punkte hinter dem Tabellenführer aus Katalonien.

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