https://www.faz.net/-gtl-9pvbr

Per Kopfschuss : Anführer rechter Ultra-Gruppe in Italien erschossen

  • Aktualisiert am

Am Tatort: Beamte der italienischen Behörden untersuchen den Vorfall in Rom. Bild: Picture-Alliance

Offenbar mitten am Tag wurde Fabrizio „Diabolik“ Piscitelli, Anführer der Fußball-Ultras von Lazio Rom, in einem Park getötet. Italienische Medien sprechen von einer Hinrichtung und spekulieren bereits über ein Motiv.

          Der Anführer der Ultra-Gruppe „Irriducibili“ vom italienischen Fußball-Erstligaklub Lazio Rom ist am Mittwoch in einem Park in Rom erschossen worden. Laut übereinstimmenden italienischen Medienberichten wurde Lazio-Capo Fabrizio Piscitelli, „Diabolik“ genannt, am helllichten Tag mit einem gezielten Kopfschuss getötet. Er wurde 53 Jahre alt.

          Medienberichten zufolge war Piscitelli kürzlich ins Visier von Drogenermittlern geraten. Es sei daher wahrscheinlich, dass der Mord mit Rivalen in Verbindung gebracht werden könne, die daran interessiert sind, offene Rechnungen zu begleichen.

          Die „Irriducibili“ sind die führende Ultra-Gruppe der Curva Nord (Nordkurve) im Stadio Olimpico in Rom, das sie sich mit dem Stadtrivalen AS Rom teilen. Die politisch extrem rechts orientierte Gruppe machte in der Vergangenheit immer wieder negativ auf sich aufmerksam. Im vergangenen August etwa hatten die Lazio-Ultras mit einem Flyer im Stadion für Aufregung gesorgt, in welchem sie weibliche Lazio-Fans dazu aufforderten, in der Curva Nord nicht in den ersten zehn Reihen zu stehen.

          „Die Curva Nord ist ein heiliger Ort, Frauen, Ehefrauen oder Verlobte sind in den ersten zehn Reihen nicht erlaubt. Wir laden diejenigen, die das Stadion als Alternative zu einem romantischen Tag in der Villa Borghese wählen, ein, sich stattdessen für einen anderen Ort zu entscheiden“, hieß es in der Mitteilung.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Sowohl Trump als auch Johnson winken mit ihrem zerstörerischen Potential. Nur schätzen sie ihre Position falsch ein.

          Schwäche der EU? : Boris Trump

          Sowohl Trump als auch Johnson verschätzen sich: Man kann aus den Wechselbeziehungen der globalisierten Welt nicht in Trotzecken fliehen und dabei nachhaltige Gewinne machen. Europa ist da in einer stärkeren Position.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.