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Länderspiele : Brasilien siegt ohne Stars - Tschechen mit Schwächen

  • Aktualisiert am

Kaka feiert sein Tor gegen die Schweiz Bild: AFP

Auch Deutschlands nächster Gegner in der EM-Qualifikation zeigt Schwächen. Tschechien kam in einem Testspiel gegen Dänemark nur zu einem Remis. Die Slowakei besiegte dagegen Bulgarien. Erfolge gab es auch für Frankreich und Brasilien.

          2 Min.

          Der deutsche EM-Qualifikationsgegner Tschechien hat zum Jahresabschluß genau wie die DFB-Elf Schwächen gezeigt, allerdings im Gegensatz zum Löw-Team nur in einem Testspiel. Die Tschechen kamen am Mittwoch in Prag erst durch ein Last-Minute-Tor von Milan Baros (90.+3) zu einem 1:1 (0:1) gegen Dänemark, das durch den Schalker Bundesliga-Profi Peter Lövenkrands (28.) in Führung gegangen war und in der 90. Minute noch durch den Bremer Daniel Jensen einen Elfmeter vergab. Die Tschechen müssen dennoch vor dem Duell mit Michael Ballack und Co. im März 2007 ihre alte Form suchen.

          Besser machte es dagegen die Slowakei. Sie gewann beim Debüt des neuen Trainers Jan Kocian in Zilina gegen Bulgarien 3:1 (1:0). Dabei trafen unter anderem Marek Mintal (8.) vom 1. FC Nürnberg und Miroslav Karhan (78.) vom VfL Wolfsburg für das Team des ehemaligen Bundesliga-Legionärs und Nachfolger von Dusan Galis, der im Oktober nach der 1:4-Heimniederlage in der EM-Qualifikation gegen Deutschland zurückgetreten war. Den ersten Dreier in der „deutschen“ Qualifikationsgruppe D holte unterdessen Irland durch ein 5:0 (3:0) gegen Schlußlicht San Marino.

          Eigentor von Materazzi

          Weltmeister Italien kam in Bergamo nicht über ein enttäuschendes 1:1 gegen die Türkei hinaus. Die Führung der Azzurri durch Antonio Di Natale (39.) glich Marco Materazzi durch ein Eigentor drei Minuten später aus. WM-Finalist Frankreich besiegte unterdessen in Paris durch ein Tor von Thierry Henry (26.) Europameister Griechenland mit Trainer Otto Rehhagel und verabschiedete zugleich altgediente Stars wie Zinedine Zidane offiziell verabschiedete.

          Ronaldinho kam erst spät ins Spiel
          Ronaldinho kam erst spät ins Spiel : Bild: dpa

          In Basel war Rekordweltmeister Brasilien für EM-Gastgeber Schweiz eine Nummer zu groß. Auch ohne den verletzten Ronaldo und zahlreiche weitere Stars kam die „Selecao“ in Basel zu einem 2:1 (2:0)-Erfolg, bei dem Weltfußballer Ronaldinho sogar erst in der 62. Minute eingewechselt wurde. Vor 39. 000 Zuschauern im ausverkauften St.-Jakob-Park lagen die Brasilianer durch Luisao (22.) und Kaka (35.) schon zur Pause 2:0 in Führung, für den Anschlußtreffer in der 70. Minute waren die Südamerikaner durch ein Eigentor von Maicon ebenfalls verantwortlich.

          Kroatien baut Führung aus

          In Amsterdam kam England in einem Testspiel zu einem Prestige-Erfolg beim 1:1 gegen die Niederlande, die nur ein Treffer des überragenden Hamburger Bundesliga-Profis Rafael van der Vaart in der 86. Minute vor einer Niederlage bewahrte. Die Briten waren durch Wayne Rooney von Manchester United (37.) in Führung gegangen.

          In der EM-Qualifikation sind die Engländer dagegen auf den dritten Platz hinter Rußland abgerutscht. Das Team des niederländischen Trainers Guus Hiddink kletterte in der Gruppe E durch das 2:0 (2:0) in Mazedonien mit jetzt 8 Punkten auf Rang zwei hinter Tabellenführer Kroatien (10 Punkte), der Israel in Tel Aviv 4:3 (2:1) besiegte. Die Engländer rangieren mit 7 Punkten vor den trotz ihrer Niederlagen punktgleichen Teams aus Isreal und Mazedonien.

          In der Gruppe A kam Finnland zu einem mühsamen 1:0 (1:0)-Erfolg gegen Armenien. Das Tor des Tages erzielte Mika Nurmela bereits in der zehnten Minute. Der Sieg reichte den Finnen allerdings, um mit 11 Punkten die Tabellenführung vor Serbien (10) zu übernehmen. Punktgleich mit den Serben auf Rang drei liegt nun Polen nach einem 1:0 (1:0)-Erfolg in Brüssel gegen Belgien, das seinerseits den Sprung auf Rang drei verpaßte.

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