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Fall Kylian Mbappé : Die große Frage beim 500-Millionen-Euro-Deal

  • -Aktualisiert am

Kylian Mbappé hat gut lachen beim Blick auf seinen Kontostand. Bild: AFP

Kylian Mbappé soll für seinen Verbleib in Paris so viel Geld bekommen wie nie ein Fußballspieler zuvor. Die einen staunen, die anderen ärgern sich. Doch hat der Fall auch Folgen für seinen Klub?

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          Es ist erst wenige Wochen her, da freute sich manch ein Funktionär über die Einführung eines neuen Regulationsin­struments im Fußball, das den wirtschaftlichen Wahnsinn in dieser Branche zumindest in Teilen eindämmen soll. Das sogenannte Financial-Sustainability-Reglement ersetzt vom 1. Juni an das alte Financial Fairplay. Man habe die Regeln „an entscheidenden Stellen im Sinne des deutschen – und aus unserer Sicht auch europäischen – Profifußballs positiv beeinflusst“, heißt es bei der Deutschen Fußball Liga (DFL), als die neue Gesetzgebung im April beschlossen worden war.

          Bayern Münchens Vorstandschef Oliver Kahn erklärt, man werde „eine leichte Bremse reinbekommen bei den Gehältern und den Ablösesummen“. Dass nun Kylian Mbappé für seinen Verbleib bei Paris Saint-Germain von einem Verein so viel Geld bekommt wie noch kein Spieler zuvor, erscheint vor diesem Hintergrund wie ein krachendes Gegenstatement jener Kräfte, die alle Einschränkungen des wirtschaftlichen Wettbewerbs im Fußball ablehnen.

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