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Erfolg mit Nebenwirkung : Torschütze verletzt sich bei Elfmeter

Seltene Situation: Der Torschütze Alex Telles nach seinem verwandelten Elfmeter Bild: AFP

Dem Brasilianer Telles unterläuft in der portugiesischen Meisterschaft ein ganz besonderes Missgeschick am Elfmeterpunkt. Fremdverschulden ist ausgeschlossen.

          Erst läuft er zum Strafstoß tänzelnd an wie einst der Italiener Zaza im EM-Viertelfinale 2016 gegen Deutschland, dann wälzt er sich nach dem Schuss schmerzverzerrt am Boden – und dass, obwohl er im Gegensatz zu Zaza den Ball sogar im Netz untergebracht hatte.

          An diesen Elfmeter wird sich der brasilianische Fußballprofi Alex Telles noch eine Weile erinnern, allerdings eher nicht, weil er ihn zu seinem dritten Saisontreffer verwandelte, sondern weil sich der 26-Jährige dabei ein schmerzhafte Hüftverletzung zuzog und anschließend ausgewechselt werden musste.

          Der portugiesische Meister FC Porto lag im Spitzenspiel bei Sporting Braga 1:2 in Rückstand, als der Schiedsrichter nach Foul an Éder auf Strafstoß entschied. Telles trat in der 69. Minute an, dribbelte zunächst auf der Stelle, erhöhte dann Frequenz und Vortrieb und verwandelte schließlich plaziert mit links ins rechte Eck. Dabei hob der Mann mit der Rückennummer 13 offenbar vom eigenen Schwung angetrieben ab, blieb am Boden liegen - und wedelte mit dem Arm. Torjubel sieht anders aus.

          Mannschaftsarzt und Betreuer eilten zur Erstversorgung aufs Feld, doch sie konnten dem Mann mit der schmerzverzerrten Miene adhoc nicht helfen. Bittere Diagnose: Telles hatte sich eine Verletzung an der rechten Hüfte zugezogen – beim Strafstoß logischerweise ohne Fremdeinwirkung – und musste ausgewechselt werden.

          Auch ohne den Verteidiger blieb sein Team aber letztlich obenauf. Zehn Minuten später bekam Porto einen weiteren Elfmeter zugesprochen, den Francisco Soares trocken und ohne Theater 3:2 verwandelte.

          Mit dem knappen Sieg wahrte der FC Porto, das Team des spanischen Torwartlegende Iker Casillas, nach 27 von 34 Spieltagen punktgleich hinter Tabellenführer Benfica Lissabon (beide 66) seine Meisterschafts-Chancen in der portugiesischen Primeira Liga. Braga rutschte dagegen mit weiterhin 58 Punkten hinter Sporting Lissabon (ebenfalls 58) auf Rang vier ab.

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