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Krise der Nationalelf : Mannschaft ohne Führung

  • -Aktualisiert am

Ein angespannter Bundestrainer während des desaströsen Spiels gegen Spanien. Bild: Picture-Alliance

Nach dem 0:6-Debakel gegen Spanien mehren sich die Stimmen, die einen Rücktritt von Joachim Löw fordern. Der DFB muss seiner Verantwortung gerecht werden. Was heißt das für den Bundestrainer?

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          Hat die Fußball-Nation entschieden? Zumindest geht das aus einer als repräsentativ vorgestellten Umfrage hervor: Die Zeit von Bundestrainer Joachim Löw sei abgelaufen. Zwei sind allerdings noch nicht so weit: Löw und der Deutsche Fußball-Bund (DFB). Der hat, kolportierten Darstellungen zum Trotz, den Daumen vorerst nicht bewegt. Er besteht auf einer Analyse nach dem 0:6-Debakel am Dienstag gegen Spanien. Anschließend soll Anfang Dezember im Präsidium über Schlussfolgerungen beraten werden.

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          Das scheint ein Fortschritt zu sein, weil der Arbeitgeber eine Frist gesetzt hat und Löw nicht mehr, wie nach dem Absturz bei der WM 2018, monatelang abtauchen kann. Andererseits ist es erstaunlich, dass ausgerechnet die Fachleute im größten Fußball-Verband der Welt länger brauchen sollten für eine Beurteilung als die Freizeit-Bundestrainer in diesem Land. Die mögen vom allerletzten Eindruck der deutschen Auswahl tief getroffen sein und emotional reagieren. Aber sie sind nicht überrascht. Eher sind sie verblüfft von der Selbstbeurteilung Löws und der des zuständigen DFB-Direktors Oliver Bierhoff. Denn die beiden teuersten DFB-Angestellten erklärten das Desaster selbstgewiss mit einem weder abzusehenden noch zu beeinflussenden schwachen, neunzig Minuten währenden Moment: Es soll ein „Blackout“ gewesen sein – der Spieler.

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