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Krise der Nationalmannschaft : Warum, Herr Löw?

  • -Aktualisiert am

Brachte frischen Wind und versprühte Energie: das Duo Klinsmann und Löw bei der WM 2006 Bild: dpa

Um die aktuelle Lage der Nationalelf zu verstehen, lohnt der Blick zurück: Bevor die Ära Joachim Löw begann, war der DFB ein in Machtkämpfen verstrickter, bürokratischer Tanker. Es musste eine mutige Lösung her, und sie kam.

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          Die Diskrepanz zwischen den Verlautbarungen des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) und den Reaktionen der Fans in den Kommentarspalten der Zeitungen oder im Internet ist so riesig, dass sich die dunkle Wolke, die DFB-Direktor Oliver Bierhoff vor dem 0:6 in Spanien zu seinem eigenen Unverständnis ausgemacht hatte, wohl kaum verziehen wird – eher wird der Himmel schwarz werden. Um zu verstehen, wie sich die Atmosphäre so aufladen konnte, lohnt der Blick auf 2004, als die Ära Löw in der Nationalmannschaft ihren Anfang nahm.

          Deutschland war bei der EM in Portugal in der Vorrunde gescheitert, Teamchef Rudi Völler daraufhin zurückgetreten. „Ich habe das Gefühl, dass die WM im eigenen Land nur jemand machen kann, der unbefleckt ist, der einen gewissen Kredit hat“, sagte Völler mit Blick auf die WM 2006. Er war schon vor der EM in die Kritik geraten wegen einiger schwächerer Spiele und taktischer Versäumnisse. „Sein Abgang in aller Öffentlichkeit und aller Offenheit“, kommentierte die F.A.Z., „dürfte als der stärkste deutsche Auftritt bei dieser EM in den Erinnerungen haftenbleiben.“

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