https://www.faz.net/-gtl-9p009

Franz Beckenbauer : „Auf dem rechten Auge sehe ich wenig bis nichts“

  • Aktualisiert am

Franz Beckenbauer im April im Deutschen Fußballmuseum. Bild: Picture-Alliance

Nach dem Ende seiner Zeit als TV-Experte bei Sky zog er sich aus der Öffentlichkeit weitgehend zurück. Nun tritt Franz Beckenbauer bei einem Golf-Turnier auf – und berichtet über gesundheitliche Probleme.

          Deutschlands einstiger Ausnahme-Fußballer Franz Beckenbauer hat bei der Eröffnung des traditionellen Kaiser-Cups im bayerischen Bad Griesbach gesundheitliche Probleme eingeräumt. Er habe solche „schon länger, das ist bekannt. Jetzt war ich zuletzt in einer Spezialklinik, weil Durchblutungsstörungen im Auge festgestellt wurden. Das entpuppte sich dann als ein Augeninfarkt. Jetzt sehe ich auf dem rechten Auge wenig bis nichts“, zitiert die „Bild“-Zeitung den 73-Jährigen, der aus diesem Grund bei seinem eigenen Golfturnier zugunsten der Franz-Beckenbauer-Stiftung nicht mitwirken kann.

          Der Ehrenpräsident des deutschen Rekordmeisters Bayern München musste sich 2016 und 2017 jeweils einer Herzoperationen unterziehen. Im vergangenen Jahr bekam der Weltmeister von 1974 und WM-Coach von 1990 zudem eine künstliche Hüfte. Beckenbauer hatte sich in der vergangenen Zeit nur noch selten in der Öffentlichkeit gezeigt. Nach seinem Ausscheiden als TV-Experte beim Pay-Sender Sky im Frühjahr 2016 trat er nur noch ab und zu bei Heimspielen des FC Bayern in Erscheinung. Zudem war er im April bei der Aufnahme in die „Hall of Fame“ des deutschen Fußballs in Dortmund.

          Beckenbauer gilt als einer der besten Fußballspieler der Geschichte und beendete seine Karriere 1983. Als Spieler gelangen ihm unzählige Erfolge, darunter der Gewinn der Weltmeisterschaft in seiner Geburtsstadt München 1974. Als Teamchef wiederholte er dieses Kunststück bei der WM 1990 in Italien. Zudem gewann er 1972 den EM-Titel. Als Chef des Organisationskomitees war er maßgeblich am Erfolg der WM 2006 in Deutschland beteiligt. Allerdings gibt es nach wie vor nicht aufgeklärte Korruptionsvorwürfe bei der Stimmenvergabe.

          Zuletzt hatte sich Beckenbauer Liverpools Trainer Jürgen Klopp als kommenden Coach beim FC Bayern München gewünscht. Der Champions-League-Sieger hatte allerdings freundlich abgelehnt. „Ich mag den Franz – und er mag mich. Aber ich habe einen langfristigen Vertrag in Liverpool“, sagte der 51-Jährige. Es freue ihn natürlich, „wenn der Franz so etwas sagt“, sagte Klopp. „Das ist mir viel lieber, als würde er sagen und denken, der Klopp kann nichts. Allerdings haben sowohl Bayern als auch Borussia Dortmund sehr gute Trainer. Und was in fünf Jahren oder später sein könnte, weiß ich nicht. Vielleicht gibt es dann ganz andere Trainer, die infrage kommen.“ Beckenbauer hatte Klopp als einen der „weltbesten Trainer“ bezeichnet und gesagt, er wünsche sich „nichts sehnlicher, als dass er eines Tages zum FC Bayern kommt“.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Ziel geopolitischer Interessen : Die Tragödie der Arktis

          Je schneller das Eis in der Arktis schmilzt, desto größer werden die konkurrierenden Begehrlichkeiten. Man kann an diesem Theater ablesen, wie sich die politischen Interessen verschoben haben.

          Ringen um den Brexit-Deal : Macron erwartet von Johnson neue Erklärungen

          Berlin und London haben im Streit über den britischen EU-Austritt Gesprächsbereitschaft signalisiert. Für Frankreich sei eine Neuverhandlung des EU-Austritts auf der Grundlage der bisherigen Vorschläge von Johnson jedoch „keine Option“, sagt Macron.

          TV-Kritik: „Maischberger“ : Gedächtnisschwäche und Meinungsbildung

          Grönland-Debatte, Fleischkonsum oder Greta Thunberg: Schaffen die Medien unsere Wirklichkeit, oder bilden sie diese nur ab? Das war das eigentliche Thema dieses Abends, der an fast vergessene Ereignisse der letzten Wochen erinnerte.
          Glück im Spiel, Pech an der Börse? Gamer auf der Gamescom in Köln

          Gamescom : Gamer haben an der Börse keinen Spaß

          Das vergangene Jahr war für viele Entwicklerfirmen ein schlechtes Jahr. Das lag vor allem an einem Spiel. Warum Analysten trotzdem weiterhin auf die Gaming-Papiere setzen.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.