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Die Politik und der Fifa-Sumpf : Das Versagen der Justiz im Fifa-Fall

Fifa-Präsident Gianni Infantino betriebt ein undurchsichtiges Geschäft. Bild: AFP

Der Sumpf des Fußball-Weltverbandes ist tief. Präsident Gianni Infantino betreibt ein undurchsichtiges Geschäft. Die Justiz in der Schweiz hat bei der Aufklärung bisher versagt. Schuld daran trägt auch die Politik.

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          Der Auftritt im Zürcher Renaissance-Hotel war denkwürdig. Dutzende Kameras hielten fest, wie sich der Schweizer Bundesanwalt Michael Lauber und die amerikanische Justizministerin Loretta Lynch erstmals gemeinsam öffentlich zu den Ermittlungen äußerten, die rund um die dubiosen Machenschaften im Internationalen Fußballverband (Fifa) geführt werden. Auf harte neue Fakten warteten die aus aller Welt angereisten Journalisten an jenem Montagnachmittag im September 2015 allerdings vergebens. Lauber und Lynch ging es vor allem darum, Entschlossenheit zu signalisieren und korrupten Verbandsfunktionären wortreich den Kampf anzusagen.

          Johannes Ritter
          Korrespondent für Politik und Wirtschaft in der Schweiz.

          Wie es sich für eine solche Werbeveranstaltung in eigener Sache gehört, bedankte sich Lynch brav für die gute Zusammenarbeit mit den Schweizer Behörden. Tatsächlich hatte die Amtshilfe funktioniert, als die Schweizer Polizei auf Geheiß des amerikanischen Justizministeriums wenige Monate zuvor sieben Fußballfunktionäre aus Suiten im Zürcher Luxushotel Baur au Lac holten und festnahmen. Aber seither produzierten die Schweizer Ermittler unter Laubers Führung nichts als Pleiten und Pannen. Das Versagen geht über die Bundesanwaltschaft hinaus. Das gesamte, hochgradig politisierte Schweizer Justizsystem legt erschreckende Schwächen an den Tag, die der Reputation des ganzen Landes schaden. „Die Bananenrepublik – das sind wir“, kommentierte die „Sonntagszeitung“.

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