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Europa League der anderen : Das Salutieren geht weiter

  • Aktualisiert am

Torjubel auf Türkisch: Die Basaksehir-Spieler Edin Visca, Robinho, Irfan Can Kahveci und Okechukwu Azubuike (v.l.n.r.) im Spiel gegen Wolfsberg. Bild: AP

Wolfsberg verliert, die Wolfsburger Gruppengegner spielen unentschieden: Für die deutschen Teams ist auf den anderen Plätzen vieles nach Wunsch gelaufen. Manchester United beendet einen Auswärtsfluch.

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          Nach über sieben Monaten hat der englische Fußball-Rekordmeister Manchester United in der Europa League seinen Auswärtsfluch gebannt. Durch das 1:0 (1:0) bei Partizan Belgrad feierten die "Red Devils" ihren ersten Erfolg auf fremden Plätzen seit Anfang März und übernahmen zugleich nach dem dritten Spieltag die Tabellenführung in der Gruppe L. Manchesters Ligarivale FC Arsenal wahrte in Eintracht Frankfurts Gruppe F durch ein glückliches 3:2 (1:2) gegen Vitoria Guimaraes seine weiße Weste. Unterdessen spielten die Kontrahenten von Borussia Mönchengladbach und des VfL Wolfsburg zum Abschluss der ersten Vorrundenhälfte auch zugunsten der Bundesligaklubs.

          Während Gladbach (1:1 bei Spitzenreiter AS Rom) im Rennen um den zweiten Platz in der Gruppe J durch den 1:0 (0:0)-Erfolg von Istanbul Basaksehir gegen den Wolfsberger AC nun gleich auf beide Teams zwei Punkte Rückstand hat, konnten AS St. Etienne und PFK Olexandrija in der Gruppe der Wolfsburger (2:2 bei KAA Gent) durch ihr 1:1 (1:1) den Rückstand auf den deutschen Spitzenreiter nicht verkürzen.

          Karius ist fast schon raus

          Praktisch gelaufen dürfte die Europa League für den deutschen Torhüter Loris Karius und seinen Klub Besiktas Istanbul sein. Der türkische Ex-Meister hat nach dem 1:2 (0:1) gegen Sporting Braga in der Gruppe K als punktloses Schlusslicht nur noch theoretische Chancen auf den Einzug in die Zwischenrunde. Nur wenig besser ist die Situation für den deutschen Trainer Thomas Doll und APOEL Nikosia. Nach dem 2:2 (2:1) bei Qarabag Agdam sind die Zyprer trotz ihres ersten Punktgewinnes weiterhin siegloses Schlusslicht. Dolls Kollege Uwe Rösler bejubelte derweil mit Malmö FF beim 2:1 (2:0) gegen den FC Lugano den ersten Sieg in der Gruppe B.

          Manchesters Sieg stellte der Franzose Anthony Martial zwei Minuten vor der Pause per Strafstoß sicher. Vor dem Erfolg in Belgrad hatte die Mannschaft von Teammanager Ole Gunnar Solskjaer wettbewerbsübergreifend zuletzt am 6. März in der Champions League durch das 3:1 bei Paris St. Germain einen Auswärtssieg feiern können. Arsenal, das wie in allen bisherigen Europa-League-Spielen mit Ex-Weltmeister Shkodran Mustafi und wie seit einem Monat ohne den früheren Nationalspieler Mesut Özil antrat, drehte das Duell mit Guimaraes dank seines zweimal erfolgreichen Jokers Nicolas Pepe (80. und 90.+2) noch in der Schlussphase. Zuvor hatte Martinelli (32.) die erste Gästeführung durch Marcus Edwards (9.) ausgeglichen, ehe Bruno Duarte (37.) die Iberer lange vom Coup in London träumen ließ. Neben Arsenal geht lediglich Europa-League-Rekordsieger FC Sevilla (3:0 in Gruppe A gegen F91 Düdelingen) mit der Optimalausbeute von neun Punkten in die zweite Vorrundenhälfte.

          Salutierende Legionäre

          Für St. Etienne und Olexandrija blieben die Hoffnungen auf den ersten Vorrundensieg unerfüllt. Bei den Gastgebern avancierte dabei Gabriel Silva im ersten Europa-League-Spiel unter dem neuen Trainer Claude Puel zur tragischen Figur: Seinen Führungstreffer (8.) egalisierte der Brasilianer nur sechs Minuten später durch ein Eigentor zum Endstand selbst. In Istanbul gelang Basaksehir der erste Sieg. Durch Irfan Kahvecis Treffer (78.) gaben die Türken die Rote Laterne an Gladbach weiter.

          Im Spiel von Basaksehir kam es abermals zum Militärgruß nach dem Torerfolg der Türken. Beteiligt daran waren freilich mit dem Brasilianer Robinho, dem Bosnier Edin Visca und dem Nigerianer Okechukwu Azubuike drei Ausländer neben dem einzigen türkischen Profi Irfan Can Kehveci, dem Torschützen. Basaksehir gilt als Klub mit großer Nähe zu Präsident Erdogan, der zu den Gründern des Vereins zählt. Die Motivation der Spieler zur umstrittenen Geste des Salutierens war am Abend noch unklar.

          Europa League

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