https://www.faz.net/-gtl-9v2hr

Frust beim FC Barcelona : Torschütze löst Jubelstürme in China aus

  • Aktualisiert am

Auf den letzten Drücker doch kein Sieg: Der FC Barcelona und Gerard Piqué beim Spiel gegen Espanyol Bild: EPA

Kurz vor dem Schlusspfiff lässt sich der FC Barcelona den sicher geglaubten Sieg im Stadtderby gegen Espanyol Barcelona doch noch nehmen. Das freut einen großen Rivalen – und den chinesischen Fußball.

          2 Min.

          Der spanische Fußball-Meister FC Barcelona hat in einem umkämpften Stadtderby einen Dämpfer hinnehmen müssen. Das Team um den unauffälligen Superstar Lionel Messi kassierte bei Schlusslicht Espanyol Barcelona beim 2:2 (0:1) spät den Ausgleich und verspielte im Meisterrennen der Primera Division sein Punktepolster auf Real Madrid.

          Die Königlichen hatten am Nachmittag mit einem 3:0 (1:0) im „kleinen“ Stadtduell beim FC Getafe vorübergehend die Tabellenführung übernommen. Durch den Punktgewinn erkämpfte sich Barca aufgrund der zwei Treffer besseren Tordifferenz wieder den Spitzenplatz. Atletico Madrid rückte nach einem 2:1 (2:1) vor heimischer Kulisse gegen UD Levante bis auf fünf Punkte an das Spitzenduo heran.

          Luis Suarez (50.) und Arturo Vidal (59.) drehten nach Rückstand durch David Lopez (23.) zunächst das 191. Stadtderby zugunsten der Gäste. Nach der Gelb-Roten Karte gegen Barcas Frenkie de Jong (75.) startete Espanyol eine Schlussoffensive und wurde mit dem späten Ausgleichstreffer des Chinesen Wu Lei (88.) belohnt. Der deutsche Nationaltorhüter Marc-Andre ter Stegen fehlte den Gästen weiter mit Sehnenproblemen im rechten Knie.

          Das Ausgleichstor für Espanyol ließ Wu derweil über Nacht in seiner Heimat zum Helden werden. „Wu hat durch seine Tat eine Welle der Begeisterung in China ausgelöst“, meldete die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua. Der staatliche Sender CGTN sprach von einem „neuen Kapitel“ für Chinas Fußball.

          Auch der neue chinesische Nationaltrainer Li Tie äußerte sich voll des Lobes über Wu: „Er ist auf unserem Weg zur Weltmeisterschaft 2022 in Qatar ein sehr wichtiger Spieler. Sein Tor bringt dem chinesischen Fußball große Ehre.“ Die einzige WM-Teilnahme Chinas datiert aus dem Jahre 2002, seinerzeit schied das Team aus dem Reich der Mitte mit Li als Mittelfeldspieler ohne Punkt und Tor in der Vorrunde aus. Wu ist der einzige chinesische Nationalspieler, der in einer der fünf europäischen Topligen zum Einsatz kommt. Trotz des Achtungserfolgs wartet Espanyol damit nicht nur seit Ende Oktober auf einen Sieg in der Primera Division, sondern auch nach knapp elf Jahren weiter auf einen Derbysieg gegen den großen Stadtrivalen in La Liga.

          Das Real-Team von Trainer Zinedine Zidane ist seit zehn Partien ungeschlagen und kam nach drei Unentschieden in Serie wieder zu einem Erfolg. Getafe-Keeper David Soria (34.) faustete sich den Ball zur Pausenführung des 33-maligen Meisters selbst ins Netz, Raphael Varane (53.) und Luka Modric (90.+6) legten in der zweiten Halbzeit nach. Nationalspieler Toni Kroos bereitete an seinem 30. Geburtstag den Kopfballtreffer von Varane per Freistoß vor, ehe er in der 71. Minute ausgewechselt wurde.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Japans Ministerpräsident Shinzo Abe

          Notstand in Japan : Abes steile Lernkurve

          Vor kurzem wollte er noch Olympische Spiele in Tokio veranstalten. Jetzt hat Ministerpräsident Abe dort den Notstand ausgerufen. Er ist in der Wirklichkeit gelandet.

          Dominic Raab : Wer regiert jetzt Großbritannien?

          Dominic Raab ist Boris Johnsons Wunsch-Vertretung. Der Außenminister bezeichnet sich als „neuer Konservativer“ und war früh für den Brexit. Sein Stil unterscheidet sich fundamental von dem des Premierministers.

          F.A.Z. exklusiv : Industrie erhöht den Druck für Exit-Strategie

          „Die Unternehmen müssen wissen, woran sie sind“, fordert DIHK-Chef Eric Schweitzer im Gespräch mit der F.A.Z. Auch die Autoindustrie warnt: „Der Hochlauf wird anspruchsvoll und Zeit benötigen“, meint VDA-Chefin Müller.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.