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Premier League : Der Druck steigt für Klopp und Liverpool

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„Es geht nicht um den Druck. Es geht darum, die Situation zu genießen, in der wir sind“: Jürgen Klopp Bild: AFP

Zu Jahresbeginn hatte der FC Liverpool noch sieben Punkte Vorsprung auf Manchester City. Nun sieht es ganz anders aus. Wird die Mannschaft von Jürgen Klopp nervös? Der Trainer hat darauf eine klare Antwort.

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          Wem Antonio Rüdiger im Kampf um die englische Fußball-Meisterschaft die Daumen drückt, dürfte klar sein. Manchester City und Leroy Sane, den der Verteidiger vom FC Chelsea als „sehr guten Freund“ bezeichnet. „Ihm wünsche ich nur das Beste“, sagte der Nationalspieler dem „Kicker„. Nun ist Sanes City am Sonntag (17.00 Uhr bei DAZN) aber Chelseas nächster Gegner in der Premier League. Zumindest für 90 Minuten, und in Manchesters Kopf-an-Kopf-Rennen mit Jürgen Klopps FC Liverpool könnten das sehr entscheidende sein, muss die Freundschaft ruhen.

          Und wie wichtig das Duell im Etihad Stadium für Citys Meisterschaftshoffnungen ist, fasste Teammanager Pep Guardiola prägnant zusammen. „An diesem Wochenende haben wir wirklich ein Finale. Wenn wir diese drei Punkte mitnehmen, ist das ein riesiger Schritt nach vorne“, sagte der Katalane. Dazu müsste aber auch Liverpool mitspielen, das schon am Samstag (16.00 Uhr bei DAZN) den AFC Bournemouth empfängt. Eine recht niedrige Hürde, möchte man meinen. Doch der Druck liegt bei Klopps Team.

          Schließlich hat Liverpool den Sieben-Punkte-Vorsprung auf City vom Jahresbeginn verspielt und liegt nur noch auf Rang zwei hinter den Sky Blues. Mit 62 Zähler sind beide zwar punktgleich, aber die Reds sind gewarnt. Das 1:1 vom vergangenen Montag bei West Ham United, das Liverpool nach Citys 2:0-Sieg in Everton am Mittwoch die Tabellenführung gekostet hatte, warf Fragen auf. Wird Klopps Mannschaft nervös?

          Jener hatte darauf eine klare Antwort. „Es geht nicht um den Druck. Es geht darum, die Situation zu genießen, in der wir sind“, sagte Klopp. Und Verteidiger Andy Robertson ergänzte: „Das hat nichts mit den Nerven zu tun. In einer langen Saison passieren schon mal zwei schlechte Resultate“, sagte der Schotte, „es ist Februar. Jeder muss sich entspannen und versuchen, die verbleibenden Spiele zu genießen.“

          Zum Glück für die Liverpooler hat Manchester bislang ein Spiel mehr absolviert. Mehr dürfen sie sich trotzdem nicht erlauben, bricht in der übernächsten Woche doch auch noch die entscheidende Phase in der Champions League an, in der Bayern München im Achtelfinale (19. Februar und 13. März) wartet. Sich dann nur noch auf die Liga zu konzentrieren, ist als letztjähriger Königsklassen-Finalist undenkbar. Also lieber vorher die Arbeit erledigen, denn Manchester City hat mit Schalke 04 eine mit dem stressigen Ligabetrieb eher kompatible Aufgabe.

          Liverpool wird sich derweil in einem Trainingslager auf das Hinspiel gegen den FC Bayern orbereiten. Weil nach dem Premier-League-Spiel gegen Bournemouth am Samstag eineinhalb Wochen lang kein Spiel ansteht, wird Klopp seine Mannschaft für ein paar Tage in Spanien zusammenziehen. „Wir können uns so voll auf das Training konzentrieren, brauchen zwischen den Trainingseinheiten nicht hin und herzufahren“, sagte Klopp am Freitag in Liverpool. „Ich habe damit als Trainer immer gute Erfahrungen gemacht. Es ist einfach gut, mal die Umgebung zu wechseln“, sagte Klopp. Das Achtelfinal-Hinspiel findet am 19. Februar in Liverpool statt. Im Rückspiel haben die Bayern am 13. März Heimrecht.

          Dass seine Mannschaft in der Liga zuletzt zwei Mal nur ein Remis erreichte, bringt den früheren Trainer von Dortmund und Mainz nicht aus der Ruhe. „Es war klar, dass solche Phasen in einer Saison mal kommen. Wir sind immer noch in einer großartigen Position“, sagte Klopp. Gewinnt sein Team am Samstag gegen Bournemouth liegt es drei Punkte vor Manchester City an der Spitze. Zwischenzeitlich hatte der Vorsprung schon einmal sieben Zähler betragen.

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