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Premier-League-Finale : Klopp holt den Meisterpokal zurück nach Liverpool

  • Aktualisiert am

Jürgen Klopp hängt sich nach dem Spiel als Erster die Siegermedaille um. Bild: AP

Auf Spektakel folgt Krönung: Nach einem verdienten 5:3 Sieg gegen den FC Chelsea übergab Liverpools Meistercoach von 1990, Kenny Dalglish, den Pokal an Kapitän Jordan Henderson.

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          Nach 30 Jahren ist die englische Meistertrophäe endgültig zurück in den Händen des FC Liverpool. Im Anschluss an das 5:3 (3:1) gegen den FC Chelsea stemmte Kapitän Jordan Henderson um 22.44 Uhr Ortszeit die Silber-Trophäe auf der berühmten Fan-Tribüne The Kop in die Höhe – Teammanager Jürgen Klopp hatte als Erster die Meistermedaille in Empfang genommen. Liverpools Meistercoach von 1990, Kenny Dalglish, übergab den Pokal.

          Schon während der Partie war ein kleines Feuerwerk vor dem Stadion zu vernehmen. Klopp und die Polizei hatten die Fans vor der Partie dazu aufgerufen, sich nicht in Anfield zu versammeln.

          Mit dem Spektakel gegen die Londoner machten die Reds eine fast makellose Saison an der Anfield Road perfekt. Liverpool bejubelte am vorletzten Spieltag der Premier League seinen 18. Heimsieg im 19. Spiel.

          Liverpool übertrumpft Bestmarke

          Damit stellte der Traditionsklub die gemeinsame Bestmarke von Manchester United und Manchester City sowie Chelsea ein. Lediglich beim 1:1 gegen den FC Burnley ließ der LFC am 35. Spieltag zwei Punkte in seiner Festung liegen. Gewinnt das Klopp-Team auch am letzten Spieltag bei Newcastle United, würde es zudem ManCitys Rekord von 32 Siegen in einer Saison egalisieren.

          Der frühere Leipziger Naby Keita (23.) mit einem sehenswerten Distanzschuss, Trent Alexander-Arnold (38.), Georginio Wijnaldum (44.), der frühere Hoffenheimer Roberto Firmino (55.) per Kopf sowie Alex Oxlade-Chamberlain (84.) erzielten die Tore für die Gastgeber.

          Olivier Giroud (45.+3) verkürzte, dann machten es Tammy Abraham (61.) und der bärenstarke ehemalige Dortmunder Christian Pulisic (73.) kurzzeitig noch einmal spannend. Chelsea, wo neben Antonio Rüdiger künftig auch Nationalmannschaftskollege Timo Werner spielen wird, muss damit bis zum Saisonfinale um sein Champions-League-Ticket bangen.

          Rekordmeister Manchester United hatte sich im Kampf um die zwei noch zu vergebenen Königsklassen-Tickets zuvor die beste Ausgangssituation erspielt. Die Red Devils trennten sich von West Ham United 1:1 (0:1) und schoben sich nach den Niederlagen seiner Konkurrenten auf den dritten Platz vor. Die besten vier Teams lösen das Ticket für die Champions League.

          Das Team von Ole Solskjaer hat sein Schicksal vor dem Saisonfinale ohnehin in der eigenen Hand. Am 38. Spieltag am Sonntag tritt es bei Leicester City an, ein Unentschieden würde dem Rekordchampion für das CL-Ticket genügen. Leicester steht mit 62 Zählern hinter United (63) auf dem fünften Rang. Der FC Chelsea rangiert dazwischen auf Platz vier (63).

          Mason Greenwood (52.) glich vier Tage nach dem Halbfinal-Aus im FA-Cup beim FC Chelsea (1:3) für ManUnited aus, Michail Antonio hatte die Gäste mit einem verwandelten Handelfmeter (45.+2) zunächst in Führung gebracht. Zuvor hatte der französische Superstar Paul Pogba den Ball nach einem strammen Schuss mit den Händen vor seinem Gesicht abgewehrt, der Schiedsrichter entschied nach Intervenieren des Video-Assistenten auf Strafstoß.

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