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Klimaforscher im Gespräch : „Vom DFB kommt gar nichts“

„Aus der Zeit gefallen“: Wintersport in Städten, hier der Langlauf-Weltcup in Dresden, steht wegen des hohen Stromverbrauchs für die Schneekanonen in der Kritik. Bild: dpa

Auch der Sport spielt im Klimawandel seine Rolle. Forscher und Professor Mojib Latif hält die Bemühungen der Verbände, Umweltbelastungen zu reduzieren, für unzureichend – und sieht ein Ende des Wintersports.

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          Herr Latif, Sie sind einer der renommiertesten Klimaforscher Deutschlands. Ist die Welt noch zu retten?

          Michael Wittershagen
          Zuständig für den Sport in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Ja, natürlich, noch ist nichts verloren. Der Klimawandel ist innerhalb gewisser Grenzen aufzuhalten.

          Was bedeutet das genau?

          Beim derzeitigen Stand der internationalen Klimaverhandlungen müssen wir davon ausgehen, dass sich die Erde bis zum Ende dieses Jahrhunderts um mindestens drei Grad Celsius gegenüber der vorindustriellen Zeit erwärmen wird. Bisher ist es 1 Grad. Wenn wir die Erderwärmung auf deutlich unter 2 Grad begrenzen wollen, wie im Pariser Klimaabkommen vereinbart, dann müssten von jetzt an die weltweiten Emissionen von Treibhausgasen zwischen sieben und acht Prozent sinken – und zwar jährlich. Ansonsten kann es dramatisch werden. Wetterextreme werden zunehmen. Die Meeresspiegel steigen, Menschen werden ihre Heimat verlieren, Inseln verschwinden. Ich glaube, dass diese Botschaft inzwischen bei allen angekommen ist.

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