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Dokumentation über Real-Star : „Kroos“ vergibt die allerbesten Chancen

Intimer Augenblick: Toni Kroos und sein schlafender Sohn im Flugzeug nach dem Champions-League-Finale 2018 Bild: BROADVIEW Pictures

Es wird viel darüber geredet, was Toni Kroos auf dem Platz tut – zu sehen ist das in der Dokumentation über ihn, die nun ins Kino kommt, fast nicht. Dafür gibt es Augenblicke, die einem fast schon zu intim erscheinen.

          3 Min.

          Es ist schwer genug auf dem Platz, das Runde ins Eckige zu bringen. Im Kino kommt es einem beinahe unmöglich vor. Nur sehr wenige Filme über Fußball und Fußballer können es beiden recht machen: den Fans und den Cineasten. Vielleicht hat das damit zu tun, dass Fußball und Kino einander so ähnlich sind. Zwei große Kraftwerke der Gefühle. Pep Guardiola hat das begriffen, wenn er in dem Film „Kroos“, der nicht nur von seinem Helden Toni erzählt, sondern auch von der Welt, die solche Helden hervorbringt, über die Gefühle spricht, die der Fußball auslöst: „Könnte ein Regisseur diese Emotionen wecken, wäre er der berühmteste Regisseur der Welt.“

          Peter Körte

          Redakteur im Feuilleton der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung in Berlin.

          Es gibt einige solcher starken Sätze in „Kroos“, und es gibt auch erstaunliche Blicke hinter die Kulissen und eine ungewohnte Freimütigkeit der Äußerungen, die weniger geglättet und stromlinienförmig wirken. Toni Kroos und seine Berater haben das zugelassen, weil die Produktionsfirma Broadview sie mit ihrem Nowitzki-Film „Der perfekte Wurf“ (2014) überzeugte. So öffneten sich dem Team um Regisseur Manfred Oldenburg die berühmten Türen, und es setzten sich Männer – bis auf die Ehefrau, Mutter und Großmutter sind da nur Männer – vor die Kamera, die nicht ständig im Bild sind. Zinédine Zidane beispielsweise, Real-Präsident Florentino Pérez inmitten der Trophäen-Silberware, sogar Robbie Williams, der sich als Kroos-Fan outet; auf einem Hotelflur kommt zufällig Maradona vorbei, und wie eine Art Kollateralschaden grinst auch Gianni Infantino mal kurz in die Kamera.

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