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Kickers Offenbach : Zwangsabstieg besiegelt

  • -Aktualisiert am

Die Kickers Offenbach verzichten auf weitere Schritte Bild: dpa

Die Kickers aus Offenbach verzichten wegen zu geringer Chancen auf einen Gang vor das Schiedsgericht. Damit ist der Zwangsabstieg besiegelt. Darmstadt 98 bleibt, obwohl sportlich abgestiegen, in der dritten Liga.

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          Die Offenbacher Kickers verzichten auf den Gang zum Schiedsgericht der dritten Liga. Das gab der OFC am Freitag offiziell bekannt und kündigte für den Nachmittag eine Pressemitteilung an. Damit ist der Zwangsabstieg des OFC aus der dritten Fußball-Profiliga besiegelt. Für die Kickers rückt der Hessenrivale SV Darmstadt 98, der sportlich abgestiegen war, in die Spielklasse nach.

          Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hatte den Offenbachern am vergangenen Montag die Lizenz verweigert, weil sie die wirtschaftlichen Bedingungen zum Teil nicht erfüllt hatten. So verlangte der DFB für eine Liquiditätsreserve in Höhe von zwei Millionen Euro die Einzahlung auf ein DFB-Sonderkonto oder eine unwiderrufliche Zahlungsgarantie durch eine Bank. Doch der OFC legte nur einen Darlehensvertrag vor.

          Der DFB stellte bei den nachgebesserten Lizenzierungsunterlagen durch den Verein außerdem weitere Mängel fest. Die Erfolgsaussichten vor dem Schiedsgericht wurden schon unmittelbar nach der Entscheidung des Zulassungsbeschwerdeausschusses als gering eingestuft. Zu diesem Ergebnis ist nun auch die Verein gekommen - auch wenn David Fischer, der Geschäftsführer der Profi-GmbH, noch am Montag angekündigt hatte, dass der OFC vor das Schiedsgericht ziehen wolle.

          Die Offenbacher, deren Verbindlichkeiten über neun Millionen Euro betragen, hatten den Juristen und Lizenzierungsexperten Christoph Schickhardt mit der Prüfung des Sachverhalts beauftragt. Dessen Einschätzung lag den Kickers am Donnerstag vor.

          Kosten in Höhe von 50.000 Euro wären entstanden

          Schon auf den Sitzungen des Aufsichts- und Verwaltungsrats am Mittwochabend sollen die Zweifel an den Erfolgsaussichten groß gewesen sein. Nach Durchsicht des schriftlichen Urteils nahm die Skepsis zu. Auch, weil beim Gang vor das Schiedsgericht Kosten in Höhe von über 50.000 Euro entstanden wären.

          Vermutlich wird Fischer nun einen Insolvenzantrag für die Profi-GmbH stellen. Die sogenannte Durchgriffshaftung auf den eingetragenen Verein soll aber verhindert werden. Die Kickers bemühen sich um einen Platz in der Regionalliga Südwest. Nach Informationen der Frankfurter Allgemeinen Zeitung verließ ein Mitglied des Verwaltungsrats am Mittwoch nach einem Disput wutentbrannt die Sitzung. Von dessen Rücktritt war danach die Rede.

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