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Rassismus im Fußball : Boateng macht es selbst

„Es nervt mich“: Kevin-Prince Boateng zum Rassismus und mangelnden Fortschritten im Kampf dagegen. Bild: Picture-Alliance

Der Rassismus sei schlimmer geworden seit seiner Rede 2013 vor den Vereinten Nationen. Nun will Kevin-Prince Boateng gegen Hass und Intoleranz vorgehen. Traurig genug, dass Opfer selbst tätig werden müssen.

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          Florenz, Stadt der Künstler und Philosophen. Dante Alighieri, Leonardo da Vinci. Kevin-Prince Boateng. Zugegeben, Boatengs Werk ist eher flüchtiger Natur, aber das kann sich ändern. Ernsthaft. Im „Corriere della Sera“ hat Boateng jetzt angekündigt, er werde im kommenden Jahr seine eigene Task Force aufstellen, damit sich endlich etwas tut in Sachen Rassismusprävention im Fußball.

          2013 sprach Boateng vor den Vereinten Nationen – was hat sich seither getan? Es sei schlimmer geworden, sagt Boateng. „Die ,Nein-zum-Rassismus-Kampagne‘ in der Champions League reicht nicht. Es nervt mich. Die Leute verstehen nicht, wie sich Balotelli, Boateng oder Koulibaly fühlen, wenn sie nach Hause kommen. Wir sind alleine. Ich werde verrückt, wenn ich Kommentare wie ,Du verdienst doch fünf Millionen‘ höre. Du bekommst Narben, die nicht verschwinden.“

          Nun will er mit anderen Spielern Veranstaltungen gegen Hass und Intoleranz organisieren. Traurig genug, dass Opfer des Rassismus selbst tätig werden müssen. Wie nötig das ist, zeigt die Entscheidung des Berufungsgerichts des italienischen Verbandes vom Donnerstag. Es hob die Sperrung der Fan-Kurve von Hellas Verona auf, die verhängt worden war, nachdem Hellas-Fans Mario Balotelli rassistisch beleidigt hatten. Am Sonntag (15.00 Uhr) dürfen sie Boateng zuschauen. Florenz spielt in Verona.

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