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Keine Spielerlaubnis vom DFB : Fußball ohne Flüchtlingskinder

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Auf dem Bolzplatz ja, im Verein nein: Flüchtlinge ohne Elternteil in Deutschland erhalten keine Spielerlaubnis vom DFB. Bild: Wonge Bergmann

Die nordrhein-westfälische FDP beklagt, dass elternlose Flüchtlingskinder in den Vereinen des Deutschen Fußball-Bundes derzeit keine Spielerlaubnis erhalten.

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          Die nordrhein-westfälische FDP beklagt, dass elternlose Flüchtlingskinder in den Vereinen des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) derzeit offenkundig keine Spielerlaubnis erhalten. In einer am Mittwoch in Düsseldorf veröffentlichten Parlamentarischen Anfrage verlangt FDP-Fraktionsvize Joachim Stamp von der Landesregierung Auskunft darüber, ob bei der Verweigerung von Spielerpässen für unbegleitete minderjährige Asylsuchende die Kommunalen Integrationszentren gegenüber dem DFB tätig werden können.

          Auslöser für die FDP-Anfrage sind Medienberichte, wonach der DFB elternlosen Flüchtlingskindern, die in einem rheinland-pfälzischen Kinderheim untergebracht sind, Spielerpässe für deutsche Sportvereine verweigert hat. Der DFB begründete dies damit, dass nach den aktuellen Transferbestimmungen die Eltern eines minderjährigen Spielers ihren Wohnsitz im Land des neuen Vereins haben müssen. Außerdem müsse ein internationaler, von den Eltern unterschriebener Passantrag vorliegen.

          Nach Angaben der Landesregierung sind in den vergangenen Monaten etwa 2500 Kinder aus Bürgerkriegsgebieten in Syrien und dem Irak ohne Eltern nach NRW eingereist. Die FDP-Fraktion will jetzt wissen, wie viele Fälle der Landesregierung bekannt sind, in denen Flüchtlingskindern der Spielerpass für einen Fußballclub in NRW durch den DFB verweigert wurde. Zudem solle die Regierung benennen, was sie selbst zur besseren Integration unbegleiteter Flüchtlingskinder aus Not- und Krisengebieten tue.

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