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Karten, Elfer und Joker-Tore : Warum das Jahr 1970 den Fußball verändert hat

Der Fußball bekommt eine gemeinsame Sprache: Kurt Tschenscher zeigt dem brasilianischen Abwehrspieler Luis Pereira (2.v.l) 1974 wegen Foulspiels die Rote Karte. Bild: Picture-Alliance

Wegweisende Neuerungen vor 50 Jahren veränderten den Fußball grundlegend – nicht zum Nachteil der Deutschen: Gelbe und Rote Karten, Einwechselspieler und auch Elfmeterschießen sind nicht mehr wegzudenken aus dem Sport.

          7 Min.

          An diesem Sonntag vor fünfzig Jahren bekam der Fußball eine neue Farbe. Nicht etwa der Ball selbst, er blieb im bekannten Farbschema, klassisch weiß mit schwarzen Punkten. Ebenso wenig der Schiedsrichter, der wie immer Schwarz trug, mit weißem Kragen. Doch das Stück Karton, das er nach dreißig Spielminuten des Eröffnungsspiels der Weltmeisterschaft in der mexikanischen Mittagssonne aufblitzen ließ, war etwas ganz Neues: leuchtend gelb.

          Christian Eichler

          Sportkorrespondent in München.

          Die WM 1970 gilt vielen als die schönste von allen, wegen der packenden Partien vor allem der deutschen Mannschaft in ihren Verlängerungsdramen gegen England und Italien; wegen der vielen Tore, fast drei pro Spiel, eine nie wieder erreichte Quote; wegen der flirrenden Bilder eines manchmal fast hypnotisch wirkenden Spiels in dünner, heißer Höhenluft – und vor allem wegen der Brasilianer um Pelé, die in fast allen historischen Vergleichswertungen als bestes Nationalteam der Geschichte angesehen werden. Ihr sonnengelbes Trikot wurde durch die Bilder aus Mexiko zum Sinnbild des schönen Fußballs.

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