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Robert Lewandowski : Über das Wirrwarr der Weltfußballer-Wahl

Qual der Wahl: Robert Lewandowski und die Chance, Weltfußballer des Jahres zu werden. Bild: dpa

Der Titel des Weltfußballers ist ein Prestigeobjekt für Profi-Kicker. In diesem Jahr will Bayern Münchens Robert Lewandowski den Dauer-Preisträgern Messi und Ronaldo ein Schnippchen schlagen. Doch bei welcher Wahl überhaupt?

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          Der Weltfußballer: König der Kicker, Fürst der Fußballwelt, bester Balltreter des Planeten ... Wichtigtuerei gehört nun mal zum Geschäft. Und prestigeträchtig ist der Titel, der da Jahr für Jahr an den vermeintlich herausragenden Spieler der Saison verliehen wird, allemal. Wer ihn trägt, darf sicher sein, wenigstens zwölf Monate lang in jeder Meldung, jedem Text und jedem Fernsehbeitrag mindestens einmal mit dem entsprechenden Prädikat versehen zu werden. Der Sportjournalismus liebt schließlich Synonyme mehr als Fußballer ihre Floskel vom Von-Spiel-zu-Spiel-Schauen. Wenn Messi einen Hattrick schießt, führt deshalb stets „der Weltfußballer“ sein Team zum Sieg. Zumindest so lange, bis er mal wieder durch Cristiano Ronaldo vom Thron gestoßen wird.

          Und weil sich seit mittlerweile zwölf Jahren nur noch jene beiden Superkicker gegenseitig das Zepter aus der Hand nehmen – unterbrochen lediglich 2018 durch den Kroaten Luka Modric –, ist es verständlich, dass man in München derzeit ein wenig hyperventiliert. Schließlich rechnet man sich angesichts von Robert Lewandowskis prächtig gefülltem Torkonto gute Chancen aus, den aktuellen Weltfußballer bald erstmals überhaupt in den eigenen Reihen zu wissen.

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