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Kaiserslautern besiegt 1860 : Mehr als 41.000 Zuschauer in der dritten Liga

  • -Aktualisiert am

Mehr als 41.000 Zuschauer sahen das Duell zwischen Lautern und 1860. Bild: dpa

Kaiserslautern gegen 1860 München – das klingt wie Bundesliga, ist aber nur dritte Liga. Der Auftakt der Saison auf dem Betzenberg weckt bei den „Roten Teufeln“ Hoffnungen.

          Vorbereitung ist alles, wenn man eine neue Liga und ihre Besonderheiten kennenlernen will. Beim 1. FC Kaiserslautern ist das zum Auftakt der Drittligasaison gelungen. Das gilt nicht nur für den 1:0-Sieg über 1860 München dank eines späten Tors von Janek Sternberg (87. Minute). Es galt auch für die Trikotbeflockung: Beim FCK prangte ein Stern auf der Brust, den ehemalige deutsche Meister auf Geheiß des DFB in der Dritten Liga tragen dürfen, während in den höheren Profiligen von der DFL drei Bundesligatitel für dieses Ehrenabzeichen verlangt werden. Kaiserslautern hatte seine Hausaufgaben erledigt und den Trikotverkauf entsprechend angeheizt: Das Hemd mit dem Stern und der Ziffer „4“ für die Titel in den Jahren 1951, 1953, 1991 und 1998 ist begehrt. 1860 München, gleichfalls Drittligadebütant, hatte die Geschichte mit dem Stern zu spät mitbekommen und spielt entsprechend ohne den dank der Meisterschaft von 1966 verdienten Stern.

          Beim Spiel selbst herrschte Bundesliga-Atmosphäre. Mehr als 41.000 Zuschauer füllten das Fritz-Walter-Stadion bei einem Duell, dass es zwischen zwei Gründungsmitgliedern einst insgesamt 38 Mal in der Bundesliga gab. 1860, im vergangenen Sommer nach der Lizenzverweigerung zwangsversetzt in die Viertklassigkeit, geht die Drittklassigkeit nach der Rückkehr ins altehrwürdige Grünwalder Stadion, der Regionalligameisterschaft und dem Aufstieg auf einer kleinen Welle der Begeisterung an. Und auch dem FCK ist es nach dem Abstieg aus der Zweitklassigkeit erstaunlich gut gelungen, im Sommer eine Aufbruchstimmung zu erzeugen, die die Grundlage für die drittgrößte Zuschauerzahl in der Geschichte der dritten Liga bildete. Nur eine Aufstiegsfeier von Fortuna Düsseldorf zum Abschluss der Premierensaison der eingleisigen dritten Liga 2009 (50.100) und ein Spiel aus gleichem Anlass von RB Leipzig 2014 (42.700) zog mehr Fans an.

          Die Art und Weise, in der der FCK nun den ersten Sieg bei großer Sommerhitze erzwang, weckt auf dem Betzenberg Hoffnungen. „Wenn ich mir vorher hätte wünschen können, hätte ich mir das Spiel genau so gewünscht: Knapp gewinnen, damit jeder im Sattel bleibt und erkennt, wie schwer es wird, in der dritten Liga Spiele zu gewinnen“, sagte Trainer Michael Frontzeck. Mit Leidenschaft und Kampfgeist verdiente sich seine Mannschaft den Auftaktsieg, nachdem 1860 zu Beginn gefährlicher war, am Ende aber der physischen Übermacht der Pfälzer nichts mehr entgegenzusetzen hatte. Linksverteidiger Sternberg traf kurz vor Schluss, als er nach eigenem Pass auf Timmy Thiele in den Strafraum sprintete und Thieles Vorlage per Linksschuss verwertete.

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